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CO-Vergiftung in Esslingen Ermittler finden Ursache für Unglück

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dpa

Drei Tage nach dem tragischen Tod einer jungen Familie in Esslingen präsentiert die Polizei eine heiße Spur, wie es zu dem Unglück gekommen ist. Ein Verbindungsrohr hat sich gelöst - unklar ist, warum das passieren konnte.

Nach der tödlichen Kohlenmonoxidvergiftung im Haus einer vierköpfigen Familie in Esslingen haben die Ermittler ein fehlerhaftes Rohr entdeckt. Ein von der Heiztherme zum Kamin führendes Verbindungsrohr habe sich aus ungeklärten Gründen aus dem Kaminrohr gelöst, teilte die Polizei in Baden-Württemberg mit.

Die mögliche Ursache hierfür und auch die Frage, inwiefern das Kohlenmonoxid ins Haus gelangen konnte, soll nun ein von der Staatsanwaltschaft beauftragter Sachverständiger klären. Vieles spreche dafür, dass das farb- und geruchslose Gas womöglich an der Heizungsanlage des Hauses ausgetreten sein könnte, hieß es bei der Polizei. Der giftige Stoff entsteht beim Verbrennen von Kohle oder Gas und führt zu Bewusstlosigkeit und zum Erstickungstod.

Angehörige hatten die leblosen Körper der beiden 29 Jahre alten Eltern und ihrer drei und vier Jahre alten Kinder am Montagmittag durch ein Fenster entdeckt und per Notruf die Rettungskräfte alarmiert. Die Freunde hatten sich Sorgen gemacht, nachdem sie tagelang nichts von der Familie gehört hatten. In der Wohnung waren der "Bild"-Zeitung zufolge überall Grippe-Medikamente gefunden worden. Vermutlich nahm die Familie diese gegen ihre Kopfschmerzen, wohl in der Annahme, dass die Symptome von einer Erkältung stammen.

Immer wieder Tote durch Kohlenmonoxid

Immer wieder kommt es zu Unglücken mit Kohlenmonoxid. Erst im Januar hatte sich eine Familie in Ludwigsburg beim Heizen damit vergiftet. In Mülheim an der Ruhr starb ein 14-Jähriger an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung. Im Januar des letzten Jahres kamen sechs Teenager in einer Gartenlaube in Unterfranken ums Leben, nachdem Kohlenmonoxid aus einem Stromaggregat in der Hütte ausgetreten war.

Quelle: n-tv.de, dsi/dpa

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