Verheerender Brand in GuatemalaErmittler nehmen Ex-Heimleiter fest

Bei einem Heimbrand in Guatemala sterben 40 Jugendliche, viele von ihnen, weil sie eingesperrt waren. Nun nehmen die Ermittler drei Männer fest. Staatspräsident Morales bittet das FBI um Mithilfe.
Nach einem folgenschweren Brand in einem Kinder- und Jugendheim in Guatemala haben die Ermittler drei Männer festgenommen. Neben dem früheren Leiter der Sozialhilfebehörde seien auch dessen Stellvertreter sowie der frühere Heimleiter festgesetzt worden, teilte die Polizei mit. Ihnen werden nach Medienberichten unter anderem fahrlässige Tötung und Misshandlung von Jugendlichen vorgeworfen. Bei dem verheerenden Brand waren 40 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren gestorben, über ein Dutzend liegen noch mit schwersten Verbrennungen im Krankenhaus.
Staatspräsident Jimmy Morales teilte mit, dass auch die US-Bundespolizei FBI um Hilfe bei den Ermittlungen zur Brandursache gebeten worden sei.
Randalierende Jugendliche hatten in dem Heim in der Ortschaft San José Pinula nahe Guatemala-Stadt Matratzen in Brand gesteckt. Das Feuer griff schnell auf den Rest des Anwesens über. Zuvor waren über 60 Jugendliche aus der Einrichtung getürmt. Sie wurden zum Teil wieder aufgegriffen und in ihren Zimmern eingesperrt. Als sich das Feuer ausbreitete, konnten sie nicht fliehen und erstickten oder verbrannten.
In dem Heim lebten 748 Mädchen und junge Frauen, obwohl die Kapazität auf 400 Menschen begrenzt ist.