Panorama

Verbrechen in Freiburg Erste Anklage nach Gruppenvergewaltigung erhoben

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Eine Straße in einem Industriegebiet hinter dem Diskothekenareal wird nachts von Straßenlaternen erleuchtet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen aus Freiburg sorgte im letzten Jahr für bundesweites Aufsehen. Nun klagt die Staatsanwaltschaft drei der elf Verdächtigen an. Es soll nicht ihre erste Tat gewesen sein.

Im Fall der Freiburger Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen drei von insgesamt elf Beschuldigten erhoben. Dies teilte die Behörde mit. Den Männern soll vor der Jugendstrafkammer der Prozess gemacht werden.

Die Ankläger werfen den drei Syrern im Alter zwischen 22 und 23 Jahren vor, die junge Frau im Oktober 2018 in der Nähe einer Diskothek vergewaltigt zu haben. Neben Vergewaltigung werden ihnen auch unterlassene Hilfeleistung und Handel mit Betäubungsmitteln zur Last gelegt.

Dem 22-jährigen Hauptverdächtigen, der die junge Frau laut den Ermittlungen mit Drogen gefügig gemacht haben und die anderen Täter zu der wehrlosen Frau gelockt haben soll, werden darüber hinaus Körperverletzung in insgesamt drei Fällen, ein versuchter sexueller Übergriff sowie exhibitionistische Handlungen vorgeworfen. Alle drei Beschuldigten sollen im September 2017 auch eine 19-Jährige vergewaltigt haben.

Die Gruppenvergewaltigung von Freiburg hatte im vergangenen Jahr bundesweit für Aufsehen erregt. Dabei wurde auch kritisiert, die Ermittler hätten mit der Festnahme des Hauptverdächtigen zu lange gewartet, obwohl er bereits identifiziert gewesen sei.

Die Behörden widersprachen dem Vorwurf und führten ermittlungstaktische Gründe an. Die Ermittlungen gegen acht weitere Beschuldigte in dem Fall sind laut Staatsanwaltschaft noch nicht abgeschlossen.

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Quelle: n-tv.de, agr/AFP

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