Panorama

Gen-Spur auf Schuhen des JungenFall Émile: Polizei startet Massen-DNA-Test in Alpendorf

28.02.2026, 16:17 Uhr
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In dem kleinen Dorf, in dem Émile zu Tode kam, leben nur etwas mehr als 100 Menschen. (Foto: IMAGO/MAXPPP)

Mehr als zwei Jahre nach dem Tod des kleinen Émile in den französischen Alpen starten die Ermittler einen neuen Anlauf. Um den Umständen des wohl gewaltsamen Todes des damals Zweijährigen auf die Spur zu kommen, müssen etwa 100 Menschen zum DNA-Test antreten.

Le Vernet zählt etwas mehr als 100 Einwohner – und fast alle sollen nun Speichelproben abgeben. Nach dem Tod des zweijährigen Émile im Sommer 2023 wurde in dem südfranzösischen Alpendorf ein DNA-Massentest gestartet. Die Aktion soll sich über die nächsten Wochen erstrecken, berichteten Medien unter Berufung auf Ermittlerkreise. Rund 100 Menschen sollen an dem Test teilnehmen. Betroffen sind Einwohner des Alpen-Weilers sowie Urlauber und Spaziergänger, die sich am Tag des Verschwindens des Kindes dort aufhielten, berichtete der Radiosender "France Info".

Émile war am 8. Juli 2023 verschwunden. Rund neun Monate später fand eine Spaziergängerin den Schädel des Kindes in einem Wald etwa zwei Kilometer vom Dorf entfernt. Untersuchungen ergaben, dass das Kind ein schweres Gesichtstrauma erlitten hatte.

Ermittler entdeckten in dem Gebiet auch Kleidungsstücke des Kindes. Die nun gesammelten Speichelproben sollen mit genetischen Spuren verglichen werden, die auf einem Schuh des verschwundenen Jungen gefunden wurden. Die Familie von Émile ist von der Testaktion ausgenommen, da ihre DNA bereits zu Beginn der Ermittlungen erfasst wurde.

Die Behörden gehen davon aus, dass der Fundort nicht der Tatort ist und die Überreste von diesem wegtransportiert wurden. Seitdem laufen Ermittlungen wegen vorsätzlicher Tötung und unerlaubter Wegnahme der Leiche. In den Wochen nach dem Verschwinden hatte die Polizei die Umgebung großräumig abgesucht, unter anderem mit Leichenspürhunden.

Quelle: ntv.de, jog/dpa

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