"Blutige Arme und Beine"Familie erhält Millionen nach Wanzen-Horror

Fast vier Monate muss eine Familie in Los Angeles eine Bettwanzen-Plage in ihrer Wohnung über sich ergehen lassen. Ein Gericht spricht den Gepeinigten nun eine Entschädigung in Millionenhöhe zu. Zahlen muss sie der Eigentümer der Wohnung.
Millionen nach Ungeziefer-Horror: Eine Familie in Kalifornien, deren Kleinkinder in der Mietwohnung über Monate hinweg von Bettwanzen gebissen wurden, hat eine Millionenentschädigung zugesprochen bekommen. Wie die Zeitschrift "People" berichtete, muss der Eigentümer des Appartementhauses in Inglewood bei Los Angeles nach dem Urteil von Geschworenen knapp 1,6 Millionen Dollar (1,3 Millionen Euro) zahlen.
Im Sommer 2012 hatten die Eltern roten Ausschlag und Schwellungen auf dem Körper ihres damals drei Jahre alten Jungen entdeckt. Auch ihre wenige Monate alte Tochter sei von Bettwanzen gebissen worden. Erst nach zahlreichen Beschwerden hätte die Hausverwaltung den verseuchten Teppichboden entfernt, gaben die Eltern an. Sie hätten nicht genug Geld gehabt, um aus der Wohnung auszuziehen. Fast vier Monate mussten sie mit dem Ungeziefer leben.
Der jetzt achtjährige Junge habe heute noch Narben am ganzen Körper, sagte die Mutter laut "People.com". Er habe am meisten unter dem extremen Juckreiz gelitten. "Er hatte ständig blutige Arme und Beine", beschrieb die Frau die Verletzungen. Die Familie habe viel durchgemacht, sagte ihr Anwalt Brian Virag. Die Narben des Sohnes seien eine "ständige Erinnerung" an die Folgen des schweren Wanzenbefalls.
Laut dem Bericht ist die Entschädigungssumme die höchste in der Geschichte der USA nach einem Bettwanzen-Befall. Das Geld will die Familie nach eigenen Angaben auch dazu verwenden, um die Narben am Körper ihres Sohnes zu behandeln. Bereits im Jahr 2014 ist die Familie aus dem Appartement-Komplex ausgezogen und wohnt nun in einem anderen Bezirk von Los Angeles.