Panorama

Germanwings-Flugzeugabsturz Familien erhalten höheres Schmerzensgeld

Die Familien von fünf Opfern des Germanwings-Flugzeugabsturzes bekommen von der Lufthansa ein höheres Schmerzensgeld.

Die Familien von fünf Opfern des Germanwings-Flugzeugabsturzes bekommen von der Lufthansa ein höheres Schmerzensgeld.

(Foto: picture alliance / Rolf Vennenbe)

Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine im März 2015 verklagen die Familien einiger Opfer die Muttergesellschaft Lufthansa auf höheres Schmerzensgeld. Fünf von ihnen sollen dies nun erhalten - ohne Prozess.

Für den Tod ihrer Angehörigen beim Absturz der Germanwings-Maschine 2015 erhalten fünf Familien von der Lufthansa ein höheres Schmerzensgeld als ursprünglich vorgesehen. Die entsprechenden Klagen beim Landgericht Düsseldorf seien gleichzeitig zurückgezogen worden, sagte der Anwalt der Familien, Christof Wellens. Zuvor hatte die "Rheinische Post" berichtet.

Über die genaue Höhe der Zahlungen machte Wellens keine Angaben. Es sei eine Einigung gelungen, die deutlich über das hinausgehe, was ursprünglich angeboten worden sei, erklärte er. Die Lufthansa nannte keine näheren Details zu der außergerichtlichen Einigung: "Zu juristischen Verfahren äußern wir uns grundsätzlich nicht."

Nach dem Absturz hatte Germanwings nach früheren Angaben der Muttergesellschaft Lufthansa 50.000 Euro Soforthilfe für jeden Todesfall gezahlt. In Deutschland seien zudem noch 10.000 Euro Schmerzensgeld an nächste Angehörige sowie 25.000 Euro je Verstorbenem an die Erben gezahlt worden.

Beim Absturz der Germanwings-Maschine am 24. März 2015 in Frankreich waren alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Den Ermittlungen zufolge hatte der Co-Pilot die Maschine absichtlich gegen einen Felsen gesteuert.

Beim Landgericht Düsseldorf laufen nach Angaben einer Sprecherin noch zwei weitere Schadensersatz-Verfahren. Geklagt haben Angehörige von Opfern aus Südamerika. Beim Landgericht Essen liegt eine Schmerzensgeldklage von weiteren 190 Hinterbliebenen vor. Ein Termin für die mündliche Verhandlung sei noch nicht bestimmt, sagte ein Gerichtssprecher.

Quelle: n-tv.de, psa/dpa

Mehr zum Thema