Ausbruch bei SkilehrerkursFast jeder Zweite mit Corona infiziert

Die Zahl der Infizierten steigt nach dem am vergangenen Donnerstag bekannt gewordenen Corona-Cluster bei einem Skilehrerkurs bei Salzburg mittlerweile auf 76 Fälle. Die Infizierten zeigen teilweise milde Symptome, im Krankenhaus behandelt werden muss aber niemand.
Trotz weitgehend leerer Skigebiete in Österreich lassen sich auch in diesem Winter jede Menge Menschen wieder zu Skilehrern ausbilden. Und zumindest in Flachau hat das gravierende Folgen. Im bereits in der vergangenen Woche entdeckten Cluster ist die Zahl der infizierten angehenden Skilehrer mittlerweile auf 76 Fälle angewachsen. Das habe ein erneuter PCR-Test bei den 172 Kursteilnehmern, Ausbildern und Personal in der Unterkunft ergeben, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten.
Die neuen Skilehrer stammen demnach aus Großbritannien, Dänemark, Deutschland, Österreich und den Niederlanden und befinden sich alle in Quarantäne. Einen Hinweis auf die britische Mutation des Virus gebe es bislang allerdings nicht. Da es sich bei den Kursen der Wintersportler um eine Berufsausbildung handelt, durften diese in Österreich bislang auch im harten Lockdown stattfinden. Als Folge des großen Ausbruchs wurden allerdings alle Skilehrerkurse in Salzburg abgesagt.
Wie das Portal salzburg24.at berichtet, zeigten die Infizierten teilweise milde Symptome, im Krankenhaus behandelt werden musste aber offenbar niemand. Derweil bleibt weiter unklar, wie das Virus den Weg in die Gruppe gefunden hat. Wie ein Sprecher des Landes Salzburg laut salzburg24.at sagte, seien bislang weder Vergehen nach dem Meldegesetz noch große Verstöße nach der Notmaßnahmenverordnung festgestellt worden. Der Obmann des Salzburger Skilehrerverbandes, Gerhard Sint, hatte schon direkt nach Bekanntwerden des Clusters betont, dass alle gesetzlichen Vorgaben und Maßnahmen eingehalten worden seien.