Panorama

Brandstiftung vermutet Feuer bei Tschernobyl lodern weiter

131528538.jpg

Viele Häuser im Norden der Ukraine fielen dem Feuer zum Opfer.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit rund zwei Wochen kämpfen Tausende Feuerwehrleute gegen die flächendeckenden Brände um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl an. Die Einsatzkräfte werden beständig aufgestockt. Doch bislang erweisen sich die Löscharbeiten als extrem zäh.

In der Ukraine gibt es trotz der massiv aufgestockten Zahl von Einsatzkräften noch keine Fortschritte bei den Löscharbeiten im radioaktiv belasteten Gebiet um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl. Nach Angaben des Katastrophenschutzes löschten auch am Dienstag knapp 1400 Feuerwehrleute weiter etwa sechs Schwelbrände. Unterstützt von schwerer Technik der Armee seien inzwischen über 400 Kilometer Brandschutzschneisen geschlagen worden. Die Behörden versicherten erneut, dass die Radioaktivität in den an das Sperrgebiet angrenzenden besiedelten Gebieten unterhalb der Grenzwerte liege.

In der benachbarten Region Schytomyr bekämpfen demnach weitere rund 1000 Feuerwehrleute die Brände. Sie brachen vor rund zweieinhalb Wochen aus. In den Vorjahren kam es mehrfach zu Feuern in den unbesiedelten Gebieten der Sperrzone. Als Ursache wird oft Brandstiftung vermutet.

Der Block vier im damals noch sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl war im April 1986 explodiert. Radioaktiv verstrahlte Landstriche um die Atomruine wurden gesperrt. Es handelte sich um die größte Atomkatastrophe in der zivilen Nutzung der Kernkraft. Es gab Tausende Tote und Verletzte. Zehntausende Menschen wurden zwangsumgesiedelt.

Quelle: ntv.de, can/dpa