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Hubschrauber für Löscheinsätze Feuerwehr fordert Bundeswehr-Hilfe

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Die Feuerwehr ist auf den Einsatz von Bundeswehr-Hubschraubern bei der Brandbekämpfung angewiesen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit Tagen kommt es angesichts anhaltender Trockenheit in Teilen Deutschlands vermehrt zu Waldbränden. Um diese effektiv zu bekämpfen, setzt die Feuerwehr auf Hubschrauber der Bundeswehr. Doch davon stünden zu wenige zur Verfügung, bemängelt ein Verband.

Angesichts der aktuell wieder sehr großen Waldbrandgefahr in Teilen Deutschlands hat der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) erneut mehr große Löschhubschrauber gefordert. Nur Bundeswehr-Hubschrauber vom Typ Sikorsky CH-53 seien dazu in der Lage, die größten verfügbaren Wasserbehälter mit 5000 Litern Fassungsvermögen zu bewegen, sagte DFV-Präsident Hartmut Ziebs der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Streitkräfte sollten daher mehr Maschinen bereithalten.

Manchmal scheitere der Einsatz daran, dass die Hubschrauber gerade nicht verfügbar seien, ergänzte Ziebs. Wegen anhaltender Trockenheit ist die Waldbrandgefahr in Teilen Ost- und Norddeutschlands derzeit sehr hoch, seit Tagen kommt es vermehrt zu Wald- und Flächenbränden. Besonders betroffen sind Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Bereits im vergangenen Jahr hatte eine anhaltende Dürre zu größeren Wald- und Moorbränden in diversen Regionen geführt.

Auch in Skandinavien gehen die schwedischen Behörden von einer anhaltend hohen Brandgefahr aus. "Es ist ungewöhnlich, dass die Waldbrandzeit in diesem Jahr so früh beginnt. Es ist ziemlich trocken", wurde ein Sprecher der staatlichen Bereitschaftsdienste (MSB) vom schwedischen Rundfunksender SVT zitiert. An einigen Stellen in Süd- und Mittelschweden habe es seit Wochen nicht geregnet. Nach MSB-Angaben waren die Waldbrände in Schweden im vergangenen Jahr die umfassendsten seit mehreren Hundert Jahren.

In Nordamerika und Südeuropa wird anders gelöscht

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Nach einem trockenen und sonnigen Frühjahr sei das Brandrisiko nun weiter gestiegen. An mehreren Orten in Skandinavien kämpfen Einsatzkräfte seit Ostern gegen Wald- und Flächenbrände. In der schwedischen Gemeinde Hästveda mussten wegen eines Feuers bislang 47 Personen in Sicherheit gebracht werden. Auch im benachbarten Norwegen brennt es in der Region Rogaland. In beiden Ländern bekämpften die Einsatzkräfte die Flammen mit Hubschraubern aus der Luft.

In Deutschland stehen außer den großen Bundeswehr-Transporthubschraubern CH-53 auch kleinere Maschinen von Polizei, Bundespolizei oder den Streitkräften für potenzielle Löscheinsätze zur Verfügung. Diese können aber nur kleinere Löschwasserbehälter tragen. Löschflugzeuge, wie sie etwa in Nordamerika oder Südeuropa bereitstehen, hält der Feuerwehrverband nach eigenen Angaben hierzulande unter anderem aufgrund der geografischen Gegebenheiten nicht für sinnvoll. Zum raschen Befüllen unter Einsatzbedingungen benötigen die Piloten solcher Maschinen ausreichend große Wasserflächen wie etwa Seen oder windgeschützte Meeresbuchten.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP/dpa

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