Panorama

Sattes Erbe von der Mutter Florida-Schütze will Opfer entschädigen

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Cruz hatte an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland am Valentinstag 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen.

(Foto: AP)

Die verstorbene Mutter von Nikolas Cruz, der im Februar 17 Menschen an seiner ehemaligen Schule tötete, hinterlässt ihrem Sohn wohl rund 800.000 Dollar. Vor Gericht erklärt die Anwältin des Florida-Schützen jetzt, dass ihr Mandant an dem Geld kein Interesse hat.

Der Schütze des Schulmassakers von Florida, Nikolas Cruz, will nach Angaben seiner Anwälte sein Erbe an die Überlebenden und Angehörigen der Opfer seiner Tat abtreten. "Herr Cruz will diese Gelder nicht, unabhängig von seinen Ansprüchen", sagte Anwältin Melissa McNeill bei einer Gerichtsanhörung.

"Lassen Sie es an diejenigen gehen, die verletzt wurden", sagte Anwalt Howard Finkelstein an die Richterin gewandt. Diese hatte zuvor wissen wollen, ob Cruz für die Kosten seiner Verteidigung aufkommen kann.

Cruz' Anwälte konnten nach eigenen Angaben bislang noch nicht den genauen Wert des Erbes der verstorbenen Mutter ihres Mandanten beziffern. US-Medienberichten zufolge könnte er jedoch über einen Treuhandfonds verfügen, der 800.000 Dollar (646.000 Euro) umfassen soll.

17 Menschen erschossen

Cruz hatte am 14. Februar im US-Bundesstaat Florida mit einem halbautomatischen Gewehr das Feuer auf Schüler und Lehrer seiner ehemaligen Schule in Parkland eröffnet. 17 Menschen kamen dabei ums Leben, darunter 14 seiner früheren Mitschüler. 15 weitere Personen erlitten im Kugelhagel Verletzungen.

Der Vorfall schlug in der US-Öffentlichkeit hohe Wellen und löste landesweite Proteste aus. Bei einem "Marsch auf Washington" forderten Hunderttausende eine Verschärfung des Waffenrechts. US-Präsident Donald Trump hatte mit Blick auf das Massaker an der "Marjory Stoneman Douglas High School" in Parkland unter anderem auch eine Bewaffnung von Lehrkräften angeregt.

Quelle: ntv.de, jki/AFP