Panorama

Schwerer Irrtum in Italien Frau erhält sechsfache Corona-Impfdosis

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Eine Flasche reicht für sechs Impfungen - eigentlich.

(Foto: picture alliance / EXPA / APA / picturedesk.com)

Einer Krankenschwester aus der Toskana unterläuft ein folgenschweres Missgeschick. Sie spritzt einer jungen Studentin gleich ein komplettes Fläschchen des Biontech-Vakzins - und damit die sechsfache Dosis. Das erinnert an einen ähnlichen Fall aus Deutschland.

Eine junge Italienerin hat durch einen Fehler versehentlich die sechsfache Dosis Corona-Impfstoff injiziert bekommen. Wie die italienische Nachrichtenagentur AGI meldete, spritzte eine Krankenschwester der 23-jährigen Medizinstudentin am Vortag in einem Krankenhaus in der Toskana ein komplettes Fläschchen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer, das normalerweise für sechs Einzeldosen reicht.

Nachdem der Irrtum bemerkt wurde, sei die junge Frau vorsichtshalber unter Beobachtung gestellt worden, hieß es weiter. Bei Studien zu dem Impfstoff sei bislang maximal mit einer vierfachen Dosis experimentiert worden, sodass keine Erkenntnisse über mögliche Nebenwirkungen einer Sechsfach-Dosis vorlägen.

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Der Vorfall erinnert an ein ähnliches Missgeschick in Mecklenburg-Vorpommern im Dezember 2020. Damals wurde acht Mitarbeitern eines Pflegeheims in Stralsund versehentlich die fünffache Dosis des Biontech/Pfizer-Impfstoffs verabreicht. Vier der Betroffenen zeigten grippeähnliche Symptome und mussten stationär in einem Krankenhaus behandelt werden, wurden aber nach geraumer Zeit wieder entlassen.

Die Impfflüssigkeit wird in kleinen Flaschen geliefert, die für fünf bis sechs Impfdosen ausgelegt sind. Eine Krankenschwester hatte damals dem Arzt Spritzen mit dem vollen Inhalt der Flaschen gereicht. "Das hat sie acht Mal gemacht. Dann waren die acht Gläser alle, mit denen eigentlich 40 Leute geimpft werden sollten", sagte ein Sprecher des Landkreises Vorpommern-Rügen.

Quelle: ntv.de, mdi/AFP/dpa

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