Panorama

Lottogewinn ist Segen und Fluch Frau kämpft um 560 Millionen Dollar

Eine Frau gewinnt im Lotto über eine halbe Milliarde Dollar. Alles, was sie tun muss, um das Geld zu bekommen, ist, sich öffentlich feiern zu lassen. Das will die Frau aber auf keinen Fall - aus gutem Grund.

Eine Frau aus dem US-Bundesstaat New Hampshire hat das, wovon jeder Lottospieler auf diesem Planeten träumt - sie hat den Jackpot abgeräumt. Als Gewinnerin von 560 Millionen Dollar wäre sie bald die weltweit jüngste Besitzerin eines neunstelligen Bankkontos.

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Darf’s ein bisschen mehr sein? Unter diesem Motto kann man den Jackpot beim PowerBall zusammenfassen.

(Foto: imago/UPI Photo)

Doch die Freude über den Lottogewinn ist getrübt, denn anders als die 759-Millionen-Gewinnerin Mavis Wanczyk, will die Frau aus New Hampshire das Geld nicht abholen. Aus einem guten Grund: Die US-amerikanischen Lotto-Regularien schreiben nämlich vor, dass der Name des Gewinners, sein Wohnort und die Gewinnsumme veröffentlicht werden muss. Jeder würde also davon erfahren: Nachbarn, Schulfreunde, aber auch Betrüger und Kriminelle. Das will die Frau auf keinen Fall.

Vor Gericht kämpft sie nun darum, den Gewinn anonym entgegenzunehmen. "Sie wohnt schon lange in New Hampshire und ist ein engagiertes Mitglied der Gemeinde", sagte ihr Anwalt laut Gerichtsdokumenten, aus denen das Portal msn.com zitiert. Sie wolle weiterhin die Freiheit haben, in den Supermarkt oder zu öffentlichen Veranstaltungen zu gehen, ohne als die Gewinnerin von einer halben Milliarde Dollar dazustehen. Sie wolle weiter ihr Leben leben, ohne die bösen Blicke und das Unglück, das über andere Lottogewinner gekommen sei.

Los ungültig gemacht?

Die New-Hampshire-Lotterie erklärte, man könne die Beweggründe nachvollziehen. Man verstehe, dass der Gewinn von 560 Millionen Dollar ein lebensveränderndes Ereignis sei und respektiere den Wunsch des Lottogewinners, anonym zu bleiben. Doch staatliche Statuten und Lotterieregeln diktierten eindeutig die Protokolle. Zudem habe die Frau den Gewinnschein bereits eingereicht und auf der Rückseite unterschrieben, um zu demonstrieren, dass sie keine Veröffentlichung will. Das Ändern der Unterschrift würde das Ticket annullieren.

Ob die Frau trotz der klaren Forderung ihren Millionen-Gewinn bekommt und dabei anonym bleiben darf, wird am 21. Februar entschieden. Dann findet eine Anhörung vor Gericht statt.

Quelle: ntv.de, dsi