Panorama

Britin wollte Flugzeugtür öffnen Frau muss wegen Randale an Bord in Haft

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Die Airline erteilte der Britin bereits ein lebenslanges Flugverbot.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Auf einem Flug in die Türkei rastet eine junge Britin aus und versucht die Tür der Maschine zu öffnen. Nur mit vereinten Kräften können Crew und Passagiere die Frau unter Kontrolle bringen. Für den Vorfall wandert die 26-Jährige nun ins Gefängnis.

Eine Frau in Großbritannien muss für zwei Jahre ins Gefängnis, weil sie versucht hatte, die Tür einer fliegenden Passagiermaschine zu öffnen. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal im englischen Chelmsford. Die 26-Jährige hatte sich zuvor schuldig bekannt und angegeben, sie könne sich nicht vollständig an die Tat erinnern. Sie habe einen Blackout gehabt, nachdem sie Alkohol und Medikamente zu sich genommen habe.

Der Vorfall ereignete sich im Sommer 2019 an Bord einer Maschine der Airline Jet2 auf dem Weg von London-Stansted ins türkische Dalaman. Kurz nach dem Start habe sich die 26-Jährige an der Flugzeugtür zu schaffen gemacht. Dabei soll die Frau dem PA-Bericht zufolge gerufen haben: "Ich möchte sterben" und "Ich werde euch alle töten." Schließlich konnte sie vom Kabinenpersonal und Mitreisenden überwältigt werden. Dabei wurde ein Flugbegleiter durch Kratzer verletzt. Aufgrund des Vorfalls entschlossen sich die Piloten zur Umkehr. Die Maschine wurde dabei von zwei Jagdflugzeugen vom Typ Eurofighter eskortiert.

Der Verteidiger der Frau erklärte gegenüber der BBC, dass seine Mandantin psychisch krank sei und sie seit dem Vorfall keinen Alkohol mehr getrunken habe. "Sie schämt sich, es ist ihr zutiefst peinlich, was sie getan hat", sagte der Anwalt. Laut der Staatsanwaltschaft sei es unmöglich gewesen, die Tür während des Fluges zu öffnen. Das hätten viele Passagiere aber nicht gewusst. "Für manche von ihnen wird es der schlimmste Alptraum ihres Lebens bleiben", sagte Richter Charles Gratwicke bei der Urteilsverkündung.

Jet2 hatte angekündigt, die Frau auf Schadenersatz von 85.000 Pfund, umgerechnet rund 100.000 Euro, zu verklagen. Außerdem erteilten sie der Britin ein lebenslanges Flugverbot.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa