Panorama

Unglück in Bayern Führten marode Schwellen zum Zugunglück?

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Drückte der Zug die Gleise auseinander, weil die Schwellen marode waren?

(Foto: picture alliance/dpa)

Fünf Menschen sterben als Anfang Juni ein Zug bei Garmisch-Partenkirchen entgleist. Erste Untersuchungen rücken nun die Schwellen in den Fokus. Diese seien derart geschädigt gewesen, dass die Kräfte des Zuges die Gleise auseinandergeschoben hätten.

Nach dem tödlichen Zugunglück von Garmisch-Partenkirchen mehren sich Hinweise, dass Vorschäden an Betonschwellen eine Rolle gespielt haben könnten. Eine Drucksache des Verkehrsausschusses des Bundestages, die sich unter anderem mit der Ursache des Unglücks befasst, spricht von einer Schienenverschiebung und "zum Teil vorgeschädigten Betonschwellen". Diese haben dem Papier zufolge möglicherweise dazu geführt, dass es zu "Verlust der Spurführung" kam.

Die Deutsche Bahn äußerte sich dazu nicht. Auch die Ermittler der Sonderkommission "Zug" beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd nahmen nicht Stellung.

In dem Dokument heißt es, es seien "hintereinanderliegende Schwellenbeschädigungen und eine Verschiebung der Schiene" vorgefunden worden. "Ursache dieser Verschiebung sind horizontale Brüche in den Betonschwellen." Hierdurch habe sich die Schiene unter der Last nach außen verschieben und die Schäden verursachen können.

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"Es ist deshalb davon auszugehen, dass die durch die Zugfahrt auf den Oberbau einwirkenden Kräfte - insbesondere durch auch zum Teil vorgeschädigte Betonschwellen - nicht mehr aufgenommen werden konnten. In der Folge kam es vermutlich zu einer unzulässigen Spurerweiterung und dem Verlust der Spurführung", hießt es weiter.

Am 3. Juni war ein Regionalzug von Garmisch-Partenkirchen nach München entgleist. Vier Frauen und ein 13-Jähriger starben. Fast 70 Menschen wurden laut Polizei verletzt, 16 davon schwer und 52 leicht.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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