Panorama

Es war zu eng Fünf Lokale in Stockholm geschlossen

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Die Menschen in Schweden dürfen auch weiterhin in Cafés sitzen - nur bitte nicht zu eng.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auch in Schweden gibt es Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus. So müssen Restaurants und Kneipen Mindestabstände zwischen den Tischen gewährleisten. Ein paar Betriebe mussten jetzt dicht machen, weil sich die Gäste zu dicht auf die Pelle rückten.

In Stockholm sind mehrere Bars und Restaurants wegen Verstößen gegen die Regeln zum Schutz gegen das Coronavirus vorübergehend von den Behörden geschlossen worden. In den fünf dichtgemachten Lokalen seien die Vorgaben für den Abstand zwischen den Gästen missachtet worden, begründete der Chef der Gesundheitsdienste der schwedischen Hauptstadt, Per Follin, die Maßnahme.

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Schweden hat in der Reaktion auf die Pandemie einen Sonderweg eingeschlagen und bislang keine weitreichenden Restriktionen verhängt. Allerdings gilt für den Gastronomiebetrieb die Auflage, dass zwischen den Tischen ein Abstand von ein bis zwei Metern bestehen muss. In den jetzt geschlossenen Bars und Restaurants habe zu großer Besucherandrang sowohl im Innen- als auch Außenbereich geherrscht, sagte Follin der Nachrichtenagentur TT.

In Schweden gelten keine Ausgangsbeschränkungen, es gibt nur Appelle, sich umsichtig zu verhalten. Neben Restaurants, Bars und Cafés sind auch Läden sowie die meisten Schulen weiterhin geöffnet. Der schwedische Sonderweg ist allerdings im Land nicht unumstritten. Auch aus dem Ausland gibt es Kritik. International haben die Bilder etwa von vollen Straßencafés und Schlangen vor Nachtclubs für viel Aufsehen gesorgt.

Die Zahl der Todesopfer der Pandemie liegt in Schweden inzwischen deutlich höher als in den skandinavischen Nachbarländern, wo striktere Maßnahmen gelten. Bis Sonntag wurden in Schweden 2194 Todesopfer gezählt, in Dänemark waren es 422 und in Norwegen 193.

Quelle: ntv.de, ino/AFP