Lawine legt Bahngleise lahmFünf Verletzte bei Zugentgleisung in der Schweiz

In der Schweiz kommt es bei Goppenstein zu einem Lawinenabgang. Die Schneemassen blockieren eine Eisenbahnstrecke, daraufhin entgleist eine Regionalbahn. Viele Rettungskräfte rücken aus - und geben nach einiger Zeit leichte Entwarnung.
Im Schweizer Kanton Wallis ist ein Zug entgleist. Bei dem Vorfall im Stockgraben-Tunnel in Goppenstein seien fünf Personen verletzt worden, teilte die Polizei mit. Einer der Verletzten kam in ein Krankenhaus, die vier anderen konnten vor Ort behandelt werden. Insgesamt befanden sich 29 Menschen an Bord des Zuges. Alle wurden rasch aus dem RegioExpress der Linie 1 evakuiert.
Zwei Rettungswagen, ein Hubschrauber sowie acht Notärzte seien einem Bericht des Schweizer Radios und Fernsehens (SRF) zufolge im Einsatz gewesen. Eine genaue Anzahl an Verletzten konnten die Einsatzkräfte jedoch noch nicht benennen.
Nach Angaben der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) ist die Strecke zwischen Goppenstein und dem nahe gelegenen Brig wegen einer Lawine unterbrochen. Ob dies auch der Grund für die Entgleisung um sieben Uhr morgens war, bestätigt ein SBB-Sprecher bisher jedoch nicht. Die Polizei berichtete von einer Lawine, die kurz hinter der "Stockgalerie" abging und "die Gleise blockiert haben könnte". Die Behörde ermittle noch weiter zu den genauen Umständen.
Die BLS AG, welche die betroffene Zugverbindung betreibt, teilte mit, dass ein Ersatzverkehr organisiert werde. Die Streckensperrung dauere mindestens bis zum Dienstag um 5.30 Uhr an, teilten beide Bahnunternehmen mit. Die Nationalstraße, die parallel zu den Bahngleisen verläuft, sei derzeit für den Autoverkehr frei, sagte ein Sprecher des Schweizer Bundesamts für Straßen dem SRF. "Wir beobachten die Situation", sagte der Straßenamtssprecher weiter.
Goppenstein liegt am Ende des Lötschberg-Bahntunnels und ist ein wichtiger Umladebahnhof zwischen Schiene und Straße. In Goppenstein kommt es häufig zu Lawinenabgängen, der letzte ereignete sich erst am Donnerstag. Die Bahnstrecke musste zu diesem Zeitpunkt ebenfalls gesperrt werden. Auch die Straße war nicht mehr befahrbar. Kurz vor Weihnachten 2012 stieß ein Zug der Linie RE 1 in eine zuvor abgegangene Lawine. Verletzte gab es damals nicht zu beklagen.