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Mann auf Autobahn geschleudert Geisterfahrt nahe München endet tödlich

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Auf der A8 bei Holzkirchen kracht ein 55-jähriger Falschfahrer in das Auto eines 54-jährigen Münchners.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei gleich zwei Geisterfahrten in der Nacht kommt es zu Unfällen. Bei einem Zusammenstoß auf der A8 in Oberbayern verliert ein 34-Jähriger sein Leben. In Hessen ist ein Lastwagen ganze 20 Minuten im Gegenverkehr - und setzt die Falschfahrt nach einem Crash fort.

Bei einer Geisterfahrt auf der Autobahn A8 südlich von München kommt es zu einem tragischen Unfall. Ein 34-Jähriger wird dabei getötet. "Der Mann wurde aus dem Auto geschleudert und überrollt", teilte die Polizei mit. Bei dem Unfall in der Nacht wurden zwei weitere Menschen, die im selben Auto saßen, schwer verletzt. Der 55-jährige Falschfahrer aus Berlin kam leicht verletzt ins Krankenhaus.

Gegen 3.20 Uhr hatten mehrere Anrufer der Polizei den Falschfahrer gemeldet, der mit hoher Geschwindigkeit in Richtung München unterwegs war. Die Beamten konnten den Mann jedoch nicht mehr stoppen.

Knapp zehn Minuten nach den ersten Notrufen prallte der Geisterfahrer auf Höhe der Rastanlage Holzkirchen frontal ins Auto eines 54-jährigen Münchners. Dessen Wagen kippte um. Dadurch wurde ein 34-Jähriger, der auf einem der Rücksitze saß, auf die Fahrbahn geschleudert. Nachfolgende Autos überrollten den Mann. Er starb an der Unfallstelle. Retter brachten den 54-Jährigen und seinen 36 Jahre alten Beifahrer mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Warum der Berliner auf die Gegenspur geriet, sollen nun Ermittlungen klären. "Er war nicht alkoholisiert", sagte ein Polizeisprecher.

Lkw-Fahrer 20 Minuten im Gegenverkehr

Anders war es im Fall eines Lastwagenfahrers, der auf einer Autobahn in Hessen fast 20 Minuten als Geisterfahrer unterwegs war. Wie die Polizei mitteilte, fuhr der 47-Jährige völlig betrunken am Samstagabend mit seinem Sattelzug in falscher Richtung auf die A67. Dort war er auf der Überholspur unterwegs.

Am Darmstädter Kreuz wechselte er auf die A5. Dort krachte ein Auto seitlich in den Lastwagen. Die 32 Jahre alte Frau am Steuer und der Mann neben ihr wurden dabei leicht verletzt. Mehrere Autos fuhren über herumliegende Trümmerteile. Der Schaden geht in die Zehntausende.

Der Lkw-Fahrer kümmerte sich nicht um den Unfall und stoppte erst nach einer rund 21 Kilometer langen Geisterfahrt. Der 47-Jährige wurde festgenommen. In der Fahrerkabine fanden die Polizisten zwei Flaschen Whisky - eine war leer, die andere halb voll. Noch am Sonntag sollte der Mann vor einen Haftrichter in Darmstadt kommen.

Quelle: n-tv.de, kst/dpa

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