Panorama

Festplatte bleibt unversehrt Gepanzerter Blitzer-Anhänger auf A4 gesprengt

(Rheinisch-Bergischer Kreis)

Durch die Wucht der Explosion wurde der gepanzerte Blitzer mehrere Meter durch die Luft geschleudert.

(Foto: Polizei Rheinisch-Bergischer Kreis)

Mitten in der Nacht zum Dienstag gibt es auf der Autobahn 4 nahe Overath eine gewaltige Detonation. Später stellt sich heraus, dass ein Unbekannter versucht hat, den mobilen Blitzer-Hänger, der dort aufgestellt war, zu zerstören. Die Polizei ermittelt, auch mit den Fotos aus dem gepanzerten Gerät.

Ein bisher Unbekannter hat auf der Autobahn 4 bei Overath (Rheinisch-Bergischer Kreis) einen Blitzer-Anhänger gesprengt. Der Vorfall habe sich bereits in der Nacht zum Montag ereignet, teilte die Polizei mit. Ein Zeuge habe eine Meldung über den stark beschädigten Blitzer-Anhänger gegen 3.42 Uhr bei der Polizei gemacht, teilten die Beamten weiter mit. Der Fahrer wäre mit seinem Pkw beinahe über größere Splitterteile gefahren, die durch die Sprengkraft auf der Fahrbahn lagen.

Durch die Wucht der Explosion wurde die mobile Geschwindigkeitsmessanlage demnach mehrere Meter durch die Luft und Teile davon sogar auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Der Knall war wohl so laut, dass sogar noch mehrere Kilometer entfernt Anwohner aus dem Schlaf gerissen wurden, meldet der WDR. Der Messanhänger sowie die Festplatte des Gerätes konnten von der Polizei sichergestellt werden. Womit dieser gesprengt wurde, können die Beamten zunächst nicht mitteilen. Eine Strafanzeige wurde aufgenommen.

Radar-Bilder sollen Ermittlern helfen

Die Ermittler erhoffen sich nun, durch die Auswertung der Bilder des Messgerätes, dem Täter auf die Spur zu kommen. Als Motiv für die Tat ist Frust über den Nachweis der Übertretung von Geschwindigkeitsgrenzen denkbar. Gleichzeitig kann reiner Vandalismus nicht ausgeschlossen werden. Die Beamten schätzen den Schaden auf mehr als 10.000 Euro.

Von Anschlägen solcher Art berichtet die Polizei bundesweit immer wieder. Zwei dieser sogenannten "Enforcement Trailer" (EFT), wie die gepanzerten Radaranlagen bei der Polizei intern genannt werden, wurden beispielsweise im Oktober 2021 von Unbekannten in Berlin beschädigt, einer davon durch Brandstiftung.

Die Hänger kosten rund 120.000 Euro pro Stück, finanzieren sich schnell selbst. Ein weiterer Vorteil: Die Messanhänger werden für einen oder mehrere Tage aufgestellt. Autofahrer können sich auf diese Blitzer kaum einstellen, da der Standort ständig verändert wird. Die mobilen Geschwindigkeitsmessanlagen sollen helfen, den Kontrolldruck im Straßenverkehr trotz fehlendem Personal aufrechtzuerhalten.

Quelle: ntv.de, jaz

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