Panorama

94 Feuerwehrkräfte im Einsatz Großbrand tötet Millionen Heuschrecken

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Die Einsatzkräfte waren bis in die frühen Morgenstunden mit den Löscharbeiten beschäftigt.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Baden-Württemberg brennt eine Insektenfarm nieder. Dabei verenden etwa zehn Millionen Heuschrecken in den Flammen. Ursache für den Brand könnte ein technischer Defekt sein. Der mutmaßliche Schaden hat es in sich - denn die Heuschrecken gelten als lukrative Alternative zu herkömmlichen Futtermitteln.

Bei einem Brand in einem ehemaligen Kuhstall in Crailsheim in Baden-Württemberg sind bis zu zehn Millionen Heuschrecken gestorben. Die Insekten wurden dort als Futtertiere gezüchtet, wie die Polizei mitteilte. Das Feuer brach demnach am Samstagabend aus. Ursache des Brandes sei vermutlich ein technischer Defekt gewesen, heißt es.

Den Schaden schätzen die Beamten auf etwa 400.000 Euro. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr in Craislheim war mit insgesamt 17 Fahrzeugen und 94 Mann, der Rettungsdienst mit fünf Fahrzeugen und elf Mann im Einsatz. Die Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden an.

Insekten sind seit 2018 als Futtermittel in der Fischzucht erlaubt, wie Oliver Schlüter vom Leibnitz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie in Potsdam erklärt. Das sei eine Möglichkeit gegen die Überfischung der Meere - vor allem bei Raubfischarten, die auf tierische Proteine angewiesen sind. Auch für Geflügel und Schweine gebe es Forschungen zur Fütterung mit Insekten.

Quelle: ntv.de, jru/dpa