Panorama

14-Jähriger nach Unfall tot Haftbefehl gegen Geisterfahrer erlassen

Die Staatsanwaltschaft München erlässt gegen einen 34-jährigen Unfallfahrer einen Haftbefehl wegen Mordes. Der Mann war am Freitag vor der Polizei geflüchtet und tötete bei einem darauffolgenden Unfall einen 14-Jährigen. Eine weitere Person ist schwer verletzt. Die Hintergründe werden derzeit ermittelt.

Nach dem Unfalltod eines 14-Jährigen ist gegen einen Geisterfahrer aus München Haftbefehl wegen Mordes, dreifachen versuchten Mordes und unerlaubten Entfernens vom Unfallort erlassen worden. Dies teilte die Staatsanwaltschaft München mit. Wie die Polizei in Bayerns Landeshauptstadt am Wochenende mitteilte, hatte der Mann in München auf der Flucht vor der Polizei zwei Jugendliche gerammt.

Der Polizei zufolge wollten Beamte den Fahrer am späten Freitagabend nach einem verbotenen Wendemanöver anhalten. Der Mann fuhr aber mit so hoher Geschwindigkeit davon, dass die Polizei ihn verlor und Verstärkung anforderte. Auf seiner Flucht missachtete der 43-Jährige mehrere rote Ampeln und kollidierte mit einer Gruppe von Jugendlichen, ein 14-Jähriger starb später in einem Münchner Krankenhaus an seinen Verletzungen, eine 16-Jährige wurde schwer verletzt. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte die vierköpfige Gruppe die Straße bei Grün überquert.

Im Anschluss kam der Mann auf die Gegenspur und verursachte einen weiteren Unfall, bei dem ein Autofahrer leicht verletzt wurde. Der selbst ebenfalls verletzte 43-Jährige flüchtete schließlich aus seinem Fahrzeug. Gegen 00.30 Uhr fasste ihn die Polizei in einem Park. Dabei habe er Widerstand geleistet. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht. Geprüft wird nun, ob Drogen im Spiel waren. Die Staatsanwaltschaft will sich am Montag zum Stand der Dinge in dem Fall äußern.

Quelle: n-tv.de, jpe/sgu/AFP/dpa