Kinder aus Dänemark entführtGericht setzt 41 weitere Termine im Block-Prozess an

Seit Juli 2025 beschäftigt sich das Hamburger Landgericht mit der Entführung von zwei Kindern der Familie Block. Zuletzt ändert einer der mutmaßlichen Entführer seine Aussage entscheidend und belastet die Mutter. Nach 36 Verhandlungstagen ist ein Prozessende nicht in Sicht.
Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat das Hamburger Landgericht 41 weitere Verhandlungstermine angesetzt. Das teilte das Landgericht mit. Geplant sind Termine bis zum 18. Dezember, das Gericht hat das Verfahren aber schon mehrfach verlängert.
Die neuen Termine bedeuten laut Gericht nicht, dass das Verfahren tatsächlich am 18. Dezember endet. Es könne auch bereits früher enden oder länger dauern. Aus der Mitteilung geht nicht hervor, warum neue Termine angesetzt worden sind. Ursprünglich wurden für das Verfahren 37 Prozesstage angesetzt, von denen 36 Tage bereits abgeschlossen wurden.
Weiter wies das Gericht mehrere Befangenheitsanträge zurück, die vonseiten der Angeklagten eingebracht worden sind, wie es in der Mitteilung heißt. Die beteiligten Richter seien nicht voreingenommen. Im November hatte der Hamburger Unternehmer Eugen Block, Vater von Christina Block, einen Befangenheitsantrag gegen die zuständige Richterin gestellt und damit seine Aussage im Prozess zunächst verweigert.
Verhandlungspause bis März
Das Verfahren läuft seit dem 11. Juli 2025. Die Hauptangeklagten sind die Hamburger Unternehmerin Christina Block, Tochter und Erbin der Steakhauskette Block House, ein Anwalt der Unternehmensgruppe und ein weiterer mutmaßlicher Entführer aus Israel. Block ist angeklagt, während eines Sorgerechtsstreits den Auftrag erteilt zu haben, zwei ihrer Kinder in der Silvesternacht 2023/24 aus der Obhut ihres in Dänemark lebenden Ex-Manns zu entführen. Block bestreitet das. Insgesamt sind sieben Menschen in dem Fall angeklagt.
Zuletzt hatte einer der Angeklagten seine Aussage geändert und Block belastet. Demnach habe die Unternehmerin die mutmaßlichen Entführer unmittelbar vor der Tat persönlich getroffen und sich für ihre Tat bedankt. Zuvor hatte Block behauptet, dass die Entführer ohne ihre Kenntnis auf eigene Faust gehandelt hätten.
Im Prozess gibt es derzeit eine längere Pause. Die Fortsetzung ist nach letztem Stand am 2. März geplant. Es wird erwartet, dass der mutmaßliche Entführer seine Aussage fortsetzt.