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Brandstiftung in Hessen? Haus explodiert vor Zwangsversteigerung

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Gebäudeteile seien 20 bis 30 Meter in die Luft geschleudert worden, sagte eine Polizeisprecherin.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eigentlich sollte das Wohnhaus im hessischen Birkenau versteigert werden. Doch nun liegt es in Schutt und Asche. Nach einer heftigen Explosion brennt das Gebäude bis auf die Grundmauern nieder. Der einzige Bewohner wird vermisst. Hat er etwas mit dem Brand zu tun?

Ein Wohnhaus im südhessischen Birkenau ist kurz vor der geplanten Zwangsversteigerung explodiert und bis auf die Grundmauern abgebrannt. Die Polizei sucht nun nach dem Hausbesitzer. Der 59-Jährige steht unter Verdacht, das Gebäude am Morgen angezündet zu haben. Am Nachmittag veröffentlichten Polizei und Staatsanwaltschaft einen Fahndungsaufruf nach dem Mann. Ihm werde besonders schwere Brandstiftung vorgeworfen, hieß es in der Mitteilung.

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Auch das Nachbarhaus wurde durch die Explosion schwer beschädigt.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der Brandruine seien mehrere Gasflaschen gefunden worden, so die Ermittler. Einige seien "entweder im Zuge des Feuers oder vor Brandausbruch gezündet worden, so dass es zu einer Explosion kam". Hinweise auf den Aufenthaltsort des Mannes, der wohl alleine lebte, gab es den Angaben zufolge zunächst nicht. Unter den Trümmerteilen sei er nicht gefunden worden.

Über das Unglück sagte eine Polizeisprecherin, Gebäudeteile seien 20 bis 30 Meter hoch in die Luft geschleudert worden. Die Suche nach der Ursache der Explosion und des Brandes werde wohl einige Zeit in Anspruch nehmen, besonders angesichts der großen Zerstörungen. "Das Haus ist ein Trümmerhaufen und eigentlich gar nicht mehr als Gebäude erkennbar", so die Sprecherin.

Quelle: n-tv.de, hny/dpa

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