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Ursula Haverbeck, hier im Oktober 2017, wurde wegen Volksverhetzung erstmals rechtskräftig zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt.
Ursula Haverbeck, hier im Oktober 2017, wurde wegen Volksverhetzung erstmals rechtskräftig zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt.(Foto: picture alliance / Paul Zinken/d)
Dienstag, 13. Februar 2018

Urteil gegen Holocaust-Leugnerin: Haverbeck kommt wohl bald ins Gefängnis

Sie ist 89 Jahre alt - und uneinsichtig: Immer wieder leugnet Ursula Haverbeck den Holocaust. Eine Haftstrafe hat sie trotz mehrerer Urteile allerdings noch nie angetreten. Das soll sich nun ändern.

Die wegen Volksverhetzung verurteilte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck muss voraussichtlich ins Gefängnis. Die 89-Jährige scheiterte vor dem Oberlandesgericht Celle in Niedersachsen mit einem Revisionsantrag gegen ein Urteil des Landgerichtes Verden, das sie Ende August 2017 wegen Volksverhetzung in acht Fällen zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt hatte.

In dem Verfahren seien keine Rechtsfehler festgestellt worden, sagte eine Gerichtssprecherin. Damit ist Haverbeck erstmals rechtskräftig zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Sie könnte aber versuchen, den Haftantritt etwa durch Verweis auf ihren Gesundheitszustand zu verhindern. Dann müssten Staatsanwaltschaft und gegebenenfalls Gerichte dies prüfen.

Nach Angaben eines Sprechers der für ihren Fall zuständigen Staatsanwaltschaft in Verden wurde Haverbeck bislang noch nicht zum Haftantritt geladen. Ob sie dagegen Einwände vorbringen werde, sei derzeit nicht absehbar, sagte er.

Haverbeck leugnet immer wieder öffentlich den von den Nazis organisierten Völkermord an den Juden während des Zweiten Weltkriegs. Die Rechtsextremistin wurde bereits diverse Male wegen Volksverhetzung zu Geld- und Bewährungsstrafen verurteilt.

Quelle: n-tv.de