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Der Vulkan Kilauea auf Hawaii schießt Lava aus aktiven Spalten in die Höhe.
Der Vulkan Kilauea auf Hawaii schießt Lava aus aktiven Spalten in die Höhe.(Foto: picture alliance / Caleb Jones/A)
Freitag, 18. Mai 2018

"Lage sehr dynamisch": Hawaii-Vulkan lässt weniger Asche regnen

Die Erde auf Hawaii kommt nicht zur Ruhe. Nach dem Ausbruch des Kilauea steigt eine gewaltige Aschewolke auf, doch die lässt weniger Asche herabregnen als befürchtet. Trotzdem warnen Experten die Bewohner.

Nach einem explosiven Vulkanausbruch auf Hawaii sind die Bewohner der Insel Big Island zunächst glimpflich davon gekommen. Über dem Krater des Kilauea Vulkans stieg eine große Wolke auf, aber der befürchtete Ascheregen war gestern Ortszeit geringer als erwartet. Michelle Coombs vom Institut Hawaiian Volcano Observatory sprach Stunden nach dem Ausbruch von einem leichten Ascheniederschlag.

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Die Behörden gaben inzwischen vorsichtige Entwarnung. Regen und schwache Winde deuteten darauf hin, dass sich die riesige Aschewolke nur auf die unmittelbare Umgebung des Gipfels konzentriere, teilte die US-Erdbebenwarte USGS mit. Die Behörden erklärten, die Wolke sei 9000 Meter hoch und ziehe in Richtung Nordosten. Leichter Regen in dem Gebiet sorgte dafür, dass die Asche sich nicht weit über das Kratergebiet hinweg ins Umland ausbreitete. Die Lage sei aber weiter "sehr dynamisch", sagte Coombs. Dies sei der bisher größte Ausbruch in den letzten Wochen gewesen.

Die Geologen warnten davor, dass der Vulkan zusammen mit Asche und Gasen größere Felsbrocken ausspucken könnte. Anwohner wurden angewiesen, sich vor dem Ascheniederschlag zu schützen und in ihren Häusern zu bleiben. In einer Ortschaft blieben mehrere Schulen geschlossen. Die Alarmstufe Rot wurde aufrecht erhalten, Flugverkehr war in der Gegend somit verboten. Auch die Behörden warnten vor weiteren explosionsartigen Ausbrüchen, wodurch es zu noch heftigerem Ascheregen kommen könnte.

Straßen aufgerissen

Seit Wochen gibt die Erde auf der zu den USA gehörenden Inselgruppe Hawaii keine Ruhe. Nach einer Serie von Erdbeben und Eruptionen des Vulkans Kilauea seit Ende April hatten Lavaströme Dutzende Gebäude zerstört, davon viele Häuser in einem Wohngebiet östlich des Vulkans auf Hawaiis größter Insel Big Island. Fernsehbilder und Videos in sozialen Netzwerken zeigen seit Wochen, wie glühende Lava aus Spalten aufsteigt. An vielen Stellen sind Straßen aufgerissen. Hunderte Anwohner haben die gefährdeten Gebiete verlassen.

Der Kilauea gilt als einer der aktivsten Vulkane der Welt. Auf den Hawaii-Inseln leben etwa 1,5 Millionen Menschen. Laut Vulkanwarte gibt es dort sechs aktive Vulkane. Brechen die für Hawaii typischen Schildvulkane aus, kann Lava nicht nur aus dem Krater fließen, sondern auch durch unterirdische Risse andernorts an die Oberfläche dringen.

Quelle: n-tv.de