Eiskletter-Unfall in SalzburgHerabstürzender Eiszapfen tötet Soldaten

Im österreichischen Salzburg wird ein Soldat bei einer Militärübung von einem Eiszapfen erschlagen. Auch in Bayern stirbt ein junger Mann auf einer Eiskletter-Tour. In der Slowakei reißt eine Lawine zwei Touristen in den Tod.
Beim Eisklettern in Österreich ist ein 31-Jähriger von einem herabstürzenden Eiszapfen getroffen und tödlich verletzt worden. Der schwedische Soldat hatte beim Schranbach-Eisfall in Kaprun im Bundesland Salzburg an einem Lehrgang des österreichischen Bundesheeres teilgenommen, wie die Polizei mitteilte.
Der Soldat befand sich mit drei weiteren Eiskletterern unterhalb eines Felsvorsprungs. Der große Eiszapfen löste sich unvermittelt, prallte zunächst an der Eiswand ab und stürzte dann auf den 31-Jährigen. Die anderen drei Kletterer konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Sie leiteten sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Doch auch die herbeigerufene Bergrettung konnte den Mann nicht retten. Der Unfall passierte am Donnerstagnachmittag.
22-Jähriger stirbt beim Eisklettern in Bayern
Am selben Tag brach ein 22-Jähriger in Bayern zum Eisklettern an den Gaisalpfällen in Oberstdorf auf - und verunglückte ebenfalls tödlich, wie die Polizei mitteilte. Am Freitagmorgen hätten andere Kletterer eine im Schnee liegende leblose Person gemeldet. Ein Rettungshubschrauber wurde alarmiert, die Besatzung konnte aber nur noch den Tod des 22-Jährigen feststellen.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Alpinen Einsatzgruppe Schwaben Süd/West war der 22-Jährige allein unterwegs und stürzte in der Eiskletterroute ab. Weitere Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen. Eisklettern ist eine alpine Bergsportart. Die Sportler erklimmen gefrorene Wasserfälle oder Eiswände mit Steigeisen und Eisgeräten wie speziellen Pickeln.
Zwei Tote: Lawinenunglück in der Slowakei
Bei einem Lawinenunglück in der slowakischen Hohen Tatra starben am Freitag zwei Menschen. Nach Angaben der regionalen Polizeidirektion Presov waren die Opfer zwei Touristen aus Ungarn im Alter von 37 und 38 Jahren.
Wie der Bergrettungsdienst der Nachrichtenagentur TASR mitteilte, wurden die beiden Männer von der Lawine, die sie möglicherweise selbst ausgelöst hatten, rund 400 Meter mitgerissen und vollständig verschüttet. Wegen schlechter Wetterbedingungen war ein Hubschraubereinsatz nicht möglich, was die Ankunft der Bergrettung verzögerte.
Eine Gruppe von in der Nähe befindlichen anderen Bergsteigern hatte den Lawinenabgang jedoch beobachtet und konnte die Verschütteten finden, bevor die Bergretter am Unglücksort eintrafen. Nach Angaben der Bergrettung gelang es diesen Helfern auch, die beiden Männer aus den Schneemassen zu befreien. Trotz Wiederbelebungsversuchen seien beide aber noch am Unglücksort gestorben.