Panorama

Tödliches Unglück in GriechenlandHerunterstürzender Balkon erschlägt deutsche Urlauberin

06.04.2026, 08:41 Uhr
Athen-Griechenland-Ein-Krankenwagen-der-griechischen-Nationalen-Notrufzentrale-EKAB-Ethniko-Kentro-Amesis-Voitheias-im-Einsatz-mit-Blaulicht-im-Stadtzentrum-von-Athen-Symbolfoto
Für die Mutter kam jede Hilfe zu spät. (Archivbild) (Foto: picture alliance / ANE / Eurokinissi)

In der griechischen Küstenstadt Korinth wird ein maroder Balkon zur Todesfalle für eine deutsche Urlauberin. Herabstürzende Betonteile treffe die 43-jährige Mutter. Sie verstirbt noch am Unfallort. Die Behörden nehmen einen Bauunternehmer fest.

Ein Familienurlaub in Griechenland endet tödlich: Eine 43-jährige Deutsche ist in der Küstenstadt Korinth von herabstürzenden Betonteilen getroffen worden und am Unfallort gestorben. Ihre Familie überlebte das Unglück weitgehend unverletzt. Nach Berichten griechischer Medien war die fünfköpfige Familie am Samstagnachmittag im Stadtteil Kalamia unterwegs, unweit des Strandes. Gegen 15 Uhr löste sich an einem Gebäude plötzlich ein Teil eines Balkons und stürzte mehrere Meter tief auf den Gehweg.

Die Frau wurde von den herabfallenden Betonteilen am Kopf getroffen und unter den Trümmern begraben. Laut Berichten ist sie von einer gewaltigen Menge Beton, Zement und Bauschutt verschüttet worden. Einsatzkräfte der Feuerwehr bargen die schwer verletzte und bewusstlose Frau und übergaben sie dem Rettungsdienst. Sie erlag jedoch noch vor Ort ihren Verletzungen.

Die drei Kinder der Familie im Alter von vier, sieben und zehn Jahren blieben nach bisherigen Angaben weitgehend unverletzt, eines erlitt lediglich leichte Kopfverletzungen. Auch der Vater kam mit leichten Verletzungen davon.

Gebäude offenbar marode

Die Behörden haben Ermittlungen aufgenommen. Im Fokus steht die Frage, ob Sicherheitsmängel oder Fahrlässigkeit zu dem Unglück geführt haben. Das Gebäude, von dem sich die Betonteile lösten, soll laut Medienberichten bereits seit längerer Zeit leer stehen und als einsturzgefährdet gelten.

Zudem sollen erst vor kurzem Arbeiten am Balkon durchgeführt worden sein. Anwohner hätten sich demnach bereits über fehlende Absperrungen und Warnhinweise beschwert. Im Zuge der Ermittlungen wurde ein an den Arbeiten beteiligter Bauunternehmer festgenommen. Die Behörden prüfen nun, ob geltende Sicherheitsvorschriften missachtet wurden.

Quelle: ntv.de, hny

UrlaubGriechenland