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Die Schwarze Elster ist ein Nebenfluss der Elbe.
Die Schwarze Elster ist ein Nebenfluss der Elbe.(Foto: picture alliance / dpa)
Montag, 06. August 2018

Sorge um Fisch- und Waldbestand: Hitze lässt Schwarze Elster teils austrocknen

Die anhaltende Hitze und Trockenheit hat dramatische Folgen: In Brandenburg führt der Fluss Schwarze Elster auf einem Kilometer Länge kein Wasser mehr. Im Hochrhein hat das Fischsterben begonnen. Und viele Baumkulturen erleiden schwere Schäden.

In Brandenburg ist bedingt durch die anhaltende Hitze der Fluss Schwarze Elster auf einer Länge von etwa einem Kilometer ausgetrocknet. Wie die "Lausitzer Rundschau" berichtet, führt der Flusslauf südöstlich der Stadt Senftenberg kein Wasser mehr. Das Flussbett sei komplett ausgetrocknet. Bilder zeigten tote Fische und Muscheln, wo früher das Wasser floss. Dass der Fluss nicht komplett austrockne, verhinderten derzeit nur künstlich geschaffene Zuflüsse, heißt es in dem Bericht weiter.

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Die Schwarze Elster verläuft als Nebenfluss der Elbe durch Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Auch am Hochrhein ist die Lage dramatisch. Dort hat ein hitzebedingtes Fischsterben begonnen. Am Wochenende wurde bereits rund eine Tonne toter Fische eingesammelt, wie der schweizerische Fischereiverband bestätigte. Betroffen sind vor allem Äschen, die Temperaturen unter 23 Grad bevorzugen. In Stein am Rhein westlich des Bodensees war das Rheinwasser aber schon über 27 Grad warm.

Die Schweizer Behörden hatten bereits im Juli zwischen dem Bodensee und Schaffhausen Schutzmaßnahmen eingeleitet. So wurden sechs Kaltwasserbecken als Zufluchtsorte für die Fische ausgebaggert - etwa an den Zuflüssen kälterer Bäche. Im heißen Sommer 2003 kamen laut schweizerischem Bundesamt für Umwelt mindestens 50.000 Äschen im Rhein um. In diesem Jahr droht eine ähnliche Entwicklung. "Die Prognose ist düster", sagte der Artenschutzbeauftragte des schweizerischen Fischereiverbandes, Samuel Gründler.

Hoffnung auf Regen am Donnerstag

Unterdessen haben in Nordrhein-Westfalen auch viele junge Baumkulturen durch die anhaltende Trockenheit schwere Schäden erlitten. Vor allem am Niederrhein gebe es nach Auskunft von Wald und Holz NRW einzelne Ausfälle von bis zu 95 Prozent. Selbst im feuchten, moorigen Dämmerwald bei Wesel werfen die Lärchen die Nadeln ab. Im Nierstal bei Mönchengladbach verlieren Eichen und Buchen ihre Blätter und Früchte, weil ihre Wurzeln nicht die rettende Tiefe wasserführender Bodenschichten erreichen.

Die kommenden Tage bringen laut DWD noch einmal rekordverdächtige Temperaturen. Am Mittwoch werden vor allem im Osten Deutschlands bis zu 39 Grad erwartet. Am Donnerstag lassen dann kräftige Gewitter mit Starkregen die Temperaturen vielerorts etwas fallen.

Quelle: n-tv.de