Panorama

Gähnende Leere auf Akropolis Hitzewelle durchkreuzt Pläne vieler Touristen

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Einige Touristen lassen sich von der Hitze nicht abschrecken.

(Foto: picture alliance / ANE / Eurokinissi)

Schon um die Mittagszeit zeigt das Thermometer in Athen über 40 Grad. Viele archäologische Stätten haben in der größten Hitze am Nachmittag deswegen geschlossen. Wo sich sonst Massen an Touristen tummeln, trotzen nur noch wenige Besucher den außergewöhnlichen Temperaturen.

Völlig verwaist strahlt die Akropolis in der Sonne. Der Trubel der Touristen an den Kassen am Eingang fehlt. Es ist ein unwirkliches Bild, das die Hauptattraktion Athens dieser Tage bietet. Griechenland kämpft mitten in der Urlaubssaison mit der laut Regierungschef Kyriakos Mitsotakis schlimmsten Hitzewelle seit mehr als 30 Jahren.

Auch in der Dionysiou-Areopagitou-Straße, die am Fuße des Akropolis-Felsens entlangführt, herrscht gähnende Leere. Wo sich normalerweise Massen von Touristen und Straßenhändlern tummeln, trotzen nur wenige sonnenbehütete Menschen der Hitze. Schon um die Mittagszeit steigt die Temperatur über 40 Grad. 43 Grad sollen es in Athen auf dem Höhepunkt der Hitzewelle werden. In anderen Regionen Griechenlands werden gar 45 Grad vorhergesagt. Insgesamt soll die Extremhitze noch bis Donnerstag anhalten.

Die Akropolis, die zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, hat deshalb schon am Montag in der größten Hitze am Nachmittag ihre Pforten geschlossen. Seit heute sind auch die restlichen archäologischen Stätten im Freien von 12.00 bis 17.00 Uhr geschlossen. Die Schließungen sollen nach Angaben des griechischen Kulturministeriums bis Freitag andauern.

Einige Touristen lassen sich von der Hitze nicht abschrecken, so wie der Deutsche Frank Meyer, der vor den geschlossenen Toren der Akropolis steht. "Schade, wir werden bis heute Abend warten und dann wiederkommen", sagt er enttäuscht. "Wir werden uns in der Zwischenzeit etwas anderes suchen".

Etwas anderes, das bedeutet für viele Touristen das moderne Akropolis-Museum, das mit Klimaanlagen lockt. Hierher haben sich die Besucherschlangen verlagert, die unter praller Sonne auf Einlass warten. Was auch immer sich anbietet, wird zum Fächer umfunktioniert, um die Hitze etwas erträglicher zu machen. Glücklich, wer etwas Wasser von den Straßenverkäufern ergattert.

Mathieu Rodriguez, ein französischer Besucher, steht schon seit 20 Minuten an. Eigentlich hatte er nicht vor, jetzt ins Museum zu gehen, wie er erzählt. "Wir hätten es sowieso getan, aber da die Akropolis geschlossen ist, haben wir uns entschieden, es jetzt zu tun". Allerdings können auch die Klimaanlagen zum Problem werden, denn der steigende Energieverbrauch ist eine Belastung für das griechische Stromnetz. Regierungschef Mitsotakis hat seine Landsleute deshalb aufgefordert, möglichst Strom zu sparen, um Ausfälle zu vermeiden.

Quelle: ntv.de, jki/AFP

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