Panorama

Löscheinsatz in Australien Hubschrauber-Pilot überlebt Absturz

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Lebensgefahr für Anwohner und Rettungskräfte: Bei Nana Glen auf halber Strecke zwischen Sydney und Brisbane steigen dunkle Rauchwolken auf.

(Foto: imago images/AAP)

Die katastrophalen Buschbrände in Australien breiten sich aus. Im Norden der Brandregion gerät ein Löschhubschrauber während des Einsatzes in Schwierigkeiten. Beißender Qualm zieht über die Millionenmetropole Sydney. Dort gilt weiter die höchste Alarmstufe.

Im Kampf gegen die verheerenden Buschbrände im Nordosten Australiens ist ein Hubschrauber der Einsatzkräfte verunglückt. Der Vorfall ging glimpflich aus: Der Pilot wurde nur leicht verletzt, wie ein Sprecher der Feuerwehr des Bundesstaats Queensland bestätigte. Er sei ins Krankenhaus gebracht worden.

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Wahrzeichen im Rauch: Der Qualm der Buschbrände legt sich über Hafenbrücke und Operngebäude.

(Foto: REUTERS)

Der Hubschrauber sei im Einsatz gegen einen Brand in der nördlich von Toowoomba gelegenen Stadt Pechey gewesen, sagte der Sprecher. Das Feuer dort sei am Vortag ausgebrochen und breite sich aus, teilte die Feuerwehr mit. Die Behörden riefen die Bewohner von Pechey auf, die Brandregion zu verlassen.

Australien wird derzeit von einer verheerenden Serie an Buschfeuern heimgesucht. Allein im nordöstlich gelegenen Bundesstaat Queensland lodern derzeit 70 Brände, auch im benachbarten New South Wales gibt es Dutzende Feuer. Dort erreichten die Brände zuletzt auch Vororte der Millionenmetropole Sydney.

Dürre, Wind und steigende Temperaturen

In Australien treten im Frühling und Sommer regelmäßig Buschbrände auf. In diesem Jahr allerdings haben sie nach Expertenangaben besonders früh begonnen und sind aufgrund verbreiteter Trockenheit, hoher Temperaturen und starken Winds besonders heftig.

Am Vortag war für Sydney und Umgebung erstmals die Risikostufe "katastrophale Feuergefahr" ausgerufen worden. Anwohner gefährdeter Gebiete müssen sich kurzfristig auf Evakuierungsaktionen gefasst machen. Die Qualmwolken über den Brandgebieten sind weithin zu sehen. Beißender Rauch erschwert vielerorts das Atmen. Über 600 Schulen blieben geschlossen.

Auch für das kommende Wochenende erwartet die Feuerwehr schwierige Bedingungen mit steigenden Temperaturen und starken Winden, die die Flammen weiter anfachen könnten. Im Osten Australiens haben die Brände nach Schätzungen der Feuerwehren bereits über 1,1 Millionen Hektar Land in Mitleidenschaft gezogen.

Quelle: n-tv.de, mmo/AFP