Panorama

19-Jährige bietet Gratis-Sex an Hunderte Männer stürmen Hotel

Angeblich meint sie es nur als Scherz. Doch mit ihrem Angebot für kostenlosen Sex löst eine junge Frau in China Chaos aus. Zahlreiche Männer pilgern zu dem Hotelzimmer, dessen Nummer die 19-Jährige gepostet hatte. Chinas Behörden verstehen da jedoch keinen Spaß.

Für die 19-jährige Bloggerin, die sich selbst den Nutzernamen "Qianjin Yeye" zugelegt hatte, endete der Spaß im Kittchen. Wegen des Vorwurfs der Prostitution und der Störung des Betriebs des Hilton-Hotels in der Haitang Bay in der südchinesischen Provinz Hainan wurde sie 15 Tage lang inhaftiert. Zudem musste sie eine Strafe von umgerechnet rund 64 Euro zahlen. Und schließlich wurden ihre Konten in den sozialen Netzwerken gelöscht.

Was war passiert? Die junge Frau hatte sich in dem noblen Hotel eingemietet, Zimmer 6316. In den sozialen Netzwerken "WeChat" und "Sina Weibo", ein Twitter-ähnlicher Dienst in China, postete sie eine Nachricht: "Somebody come get me ... Sex ... for free ... 6316" ("Komm vorbei ... Sex ... gratis ...6316"). Ebenso veröffentlichte sie dazu via Geotagging die exakte Adresse sowie einen Clip, der sie im Bikini in dem Hotelzimmer zeigte. Die Videoaufnahmen sind mittlerweile auch bei Youtube zu sehen.

3000 Interessenten

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge verbreitete sich der Post der 19-Jährigen geradezu wie ein Lauffeuer. Und nicht nur das: Viele Männer schienen von dem Angebot gerne Gebrauch machen zu wollen. Unbestätigten Gerüchten in den sozialen Netzwerken zufolge interessierten sich rund 3000 Personen für die Offerte der Bloggerin. Viele von ihnen machten sich direkt auf den Weg zu dem Hotel, wo sie sich dann auf die Suche nach dem Zimmer begaben. Andere bombardierten die Rezeption der Herberge mit telefonischen Anfragen zu der Frau.

Den Hotel-Angestellten wurde dies jedoch alsbald zu bunt. Rund zwei Stunden nachdem "Qianjin Yeye" ihr Sex-Angebot veröffentlicht hatte, riefen sie die Polizei zu Hilfe. Als die Ordnungskräfte eintrafen, hatte sich die Frau allerdings bereits verkrümelt - nicht ohne einen weiteren Post abgesetzt zu haben, in dem sie darum bat, ihre vorherige Nachricht nicht weiter zu verbreiten. Es habe sich lediglich um einen Scherz gehandelt.

Die chinesischen Behörden aber fanden die Aktion offenbar alles andere als spaßig. Sie stöberten die Frau schließlich in einem anderen Hotel auf und nahmen sie in Gewahrsam. So war die Geschichte am Ende für alle vor allem eins: unbefriedigend.

Quelle: ntv.de, vpr