Panorama

Mit 120 Kilometern pro Stunde Hurrikan "Nicholas" trifft auf Texas

Meteorologen warnen die Texaner vor "lebensbedrohlichen" Windböen und Sturzfluten durch "Nicholas". Der Hurrikan soll mehrere Tage durch den Bundesstaat ziehen und dabei als Erstes auf die Millionenmetropole Houston treffen. Nach "Ida" wird die US-Golfküste also erneut von einem Tropensturm heimgesucht.

Der zum Hurrikan angeschwollene Tropensturm "Nicholas" hat die Küste des US-Bundesstaats Texas erreicht. Wie das National Hurrikan Center der USA (NHC) am Morgen (Ortszeit) mitteilte, traf "Nicholas" mit einer Windgeschwindigkeit von rund 120 Kilometern pro Stunde auf Land. Die Meteorologen gehen davon aus, dass "Nicholas" am Anfang seines Weges über das Festland auf die Millionenmetropole Houston prallen dürfte. Über Schäden oder Opfer nach seinem Auftreffen an der US-Golfküste wurde zunächst nichts bekannt.

Menschen schützen ihr Gesicht vor Wind und Sand vor dem Tropensturm Nicholas am North Packery Channel Jetty in Corpus Christi, Texas.

Menschen schützen ihr Gesicht vor Wind und Sand vor dem Tropensturm "Nicholas" am North Packery Channel Jetty in Corpus Christi, Texas.

(Foto: picture alliance/dpa/Corpus Christi Caller-Times via AP)

"Es wird ein sehr langsam vorankommender Sturm im ganzen Bundesstaat Texas sein, der mehrere Tage andauern wird und eine enorme Menge Regen mit sich bringt", kündigte der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, an. "Die Menschen in der Region müssen auf extreme Hochwasserereignisse vorbereitet sein." Daher rufe er für 17 Landkreise und drei Städte an der Küste den Notstand aus. Zudem würden Rettungsteams für Boote und Hubschrauber in Bereitschaft versetzt. Das NHC warnte neben Texas auch vor Überschwemmungen in den östlicher gelegenen Staaten Louisiana, Mississippi und Alabama.

Mehr zum Thema

In der texanischen Küstenstadt Matagorda war der herannahende Hurrikan bereits am Montagabend spürbar: Mehrere Straßen in den Verwaltungsbezirken Matagorda und Lavaca mussten bereits wegen Überschwemmungen geschlossen werden, die von Ausläufern des Sturms ausgelöst wurden. Das NHC warnte vor "lebensbedrohlichen" Windböen und Sturzfluten. Der Bürgermeister von Houston, Sylvester Turner, appellierte eindringlich an die 2,3 Millionen Einwohner, die Straßen zu verlassen und in der Nacht nicht zu fahren. "Nicholas" soll am Dienstag über den Südosten von Texas und am Mittwoch dann über Louisiana ziehen.

"Nicholas" ist der zweite Hurrikan innerhalb von zwei Wochen, der die US-Golfküste bedroht. Hurrikan "Ida" richtete Ende August verheerende Schäden an. Mehr als zwei Dutzend Menschen starben. Er verwüstete Gemeinden in Louisiana in der Nähe von New Orleans. Die Ostküste von Texas war im August 2017 von Hurrikan "Harvey" getroffen worden. Weite Landesteile standen unter Wasser, darunter auch die viertgrößte US-Metropole Houston. Dutzende Menschen kamen damals ums Leben. Die Schadensbilanz: 125 Milliarden Dollar - übertroffen nur von Hurrikan "Katrina", der 2005 besonders in New Orleans (Louisiana) gewütet hatte.

Quelle: ntv.de, ysc/AFP/rts/dpa

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.