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Polizei sucht mehrere Schützen ICE auf freier Strecke beschossen

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Schüsse auf einen ICE bei Mannheim auf freier Strecke. Die Reisenden blieben unverletzt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit Luftgewehren feuern Unbekannte auf einen fahrenden ICE. Neun Einschusslöcher stellt die Polizei fest und geht von mehreren Tätern aus. Die Scheiben halten stand, aber die Fahrgäste müssen in Mannheim umsteigen.

Ein ICE ist nahe dem baden-württembergischen Ladenburg bei Mannheim mit einem Luftgewehr beschossen worden. Niemand sei verletzt worden, teilte die Bundespolizei in Karlsruhe mit. Der Zug war am Donnerstagabend unterwegs von Berlin nach Saarbrücken. Wo genau die Schüsse auf den Zug fielen, war nach ersten Ermittlungen der Polizei unklar. Ein Reisender hatte Schäden an einer ICE-Scheibe gemeldet. 

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Die Schüsse trafen den Zug an neun Stellen, vier Wagen waren an Türen, Fenstern und Wänden beschädigt. Die Fenster wurden nicht zertrümmert, der Schaden war begrenzt auf die äußere Seite der Doppelscheiben. So gelangte kein Schuss ins Wageninnere. Am Zug wurden bisher keine Projektile gefunden. Die Polizei geht davon aus, dass es mehrere Täter waren, die auf den Zug geschossen haben.

Der Zug konnte die Fahrt nicht fortsetzen. Die etwa 150 Fahrgäste stiegen in Mannheim in andere Züge um. "Reisende waren zu keiner Zeit gefährdet", teilte die Bundespolizei mit. Ermittelt wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Fahrgäste zeigten auf Twitter Fotos der Einschusslöcher an den Scheiben und lobten die Reaktion der Bahn. Beim Umsteigen auf andere Züge habe es allerdings das "reine Chaos" gegeben, merkte ein Reisender an.

Quelle: n-tv.de, mau/AFP/dpa

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