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Trans-Häftling siegt vor Gericht Idaho muss Geschlechtsangleichung zahlen

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Der 31-jährigen Inhaftierten Adree Edmo erlaubte das Gefängnis 2012 bereits eine Hormonbehandlung.

(Foto: AP)

Eine 31-jährige Inhaftierte verklagt den US-Bundesstaat, der ihr eine Geschlechtsangleichung bezahlen soll. Ein Gericht gibt ihr Recht und begründet die Entscheidung mit einem Suizidrisiko. Idahos Gouverneur will gegen das Urteil vorgehen.

Ein US-Gericht hat den Bundesstaat Idaho verpflichtet, einem Transgender-Häftling eine Geschlechtsangleichung zu bezahlen. Das Gericht in San Francisco urteilte, die Verweigerung einer solchen Operation komme einer "grausamen und ungewöhnlichen Bestrafung" gleich, wie sie von der US-Verfassung verboten ist. Der republikanische Gouverneur von Idaho, Brad Little, kündigte Rechtsmittel gegen das Urteil an.

Geklagt hatte die 31-jährige Adree Edmo. Edmo wurde mit männlichen Geschlechtsmerkmalen geboren, identifizierte sich aber schon als kleines Kind als Mädchen. Sie sitzt seit 2012 in Haft, weil sie bei einer Party einen 15-Jährigen missbraucht haben soll.

Häftling leidet unter Identitätsstörung

Während ihrer Haft ließ Edmo ihr Geschlecht in ihrer Geburtsurkunde nachträglich ändern. Das Gefängnis erlaubte ihr zudem ab 2012 eine Hormonbehandlung. Edmo leidet aber laut Gerichtsunterlagen weiterhin unter einer schweren Geschlechtsidentitätsstörung, die durch ihre männlichen Geschlechtsorgane verstärkt wird.

Demnach versuchte sie im Gefängnis zwei Mal, sich mit einer Rasierklinge zu kastrieren. Außerdem fügte sie sich später weiter Verletzungen zu. Das Gericht in San Francisco geht von einem Suizidrisiko aus und erklärte, Edmo habe Anspruch auf eine chirurgische Geschlechtsumwandlung.

Gouverneur Little kritisierte das Urteil im Sender NBC als "sehr enttäuschend". Der Bundesstaat könne nicht öffentliche Gelder umleiten, die für "höhere Prioritäten" wie die öffentliche Sicherheit und die Resozialisierung von Häftlingen benötigt würden. Ein anderes Gericht hatte in der Vergangenheit geurteilt, dass die Verweigerung einer Geschlechtsumwandlung für einen Häftling keine "grausame und ungewöhnliche Bestrafung" darstellt.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

 

Quelle: n-tv.de, tro/AFP

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