Panorama

Versteckspiel mit der Polizei Illegaler Kindergeburtstag aufgelöst

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Statt Krapfen gab es Ordnungswidrigkeitsverfahren.

(Foto: imago images / Panthermedia)

Die Corona-Regeln untersagen das Treffen von mehr als zwei Haushalten. In Niedersachsen feiert eine Familie mit Freunden trotzdem einen großen Kindergeburtstag. Als die Polizei gerufen wird, verstecken sie sich in Schränken.

Die Polizei in Hameln hat einen Kindergeburtstag mit 30 Gästen aufgelöst. Um von den Beamten nicht entdeckt zu werden, schloss sich eine Frau mit fünf Kindern in der Toilette ein, wie ein Polizeisprecher sagte. "Die anderen haben sich in Schränken versteckt."

Nachbarn hatten sich am Dienstag bei der Polizei über den Kindergeburtstag beschwert. Entgegen der Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie trafen sich die 30 Teilnehmer in der Wohnung. Eine Mund-Nasen-Bedeckung wurde ebenfalls von niemanden getragen. Gegen die 15 anwesenden Erwachsenen wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Auch im NRW-Kreis Recklinghausen musste die Polizei eine Party auflösen. Neun Menschen hätten dort "lautstark" gefeiert, erklärte die Polizei. Die Beteiligten im Alter zwischen 21 und 56 Jahren seien aus völlig unterschiedlichen Haushalten gewesen, sagte eine Sprecherin. Die Polizisten lösten die Feier am frühen Dienstagabend auf und schrieben Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung. Partys sind derzeit generell untersagt. Anwohner hatten die Polizei auf den Lärm aufmerksam gemacht.

Ein 33-Jähriger habe zudem noch eine weitere Anzeige bekommen, weil er die Beamten und Gespräche gefilmt habe. Die Polizisten stellten das Handy sicher.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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