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Nach Waldbränden In Brandenburg lauert die Gefahr von Glutnestern

Ein Feuerwehrschlauch liegt in der Nähe des verbrannten Waldes in Treuenbrietzen.

Ein Feuerwehrschlauch liegt in der Nähe des verbrannten Waldes in Treuenbrietzen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei den Waldbränden in Beelitz und Treuenbrietzen ist eine Fläche von fast 300 Fußballfeldern abgebrannt. Die unmittelbare Gefahr ist zwar gebannt, aber komplett abrücken kann die Feuerwehr noch nicht. Grund sind tief im Boden sitzende Glutnester, die das Feuer bei Trockenheit und Wind wieder entzünden können.

Die verheerenden Waldbrände in Brandenburg bei Beelitz und Treuenbrietzen sind gelöscht - doch die Feuerwehr muss die Glutnester in den Waldgebieten weiter unter Kontrolle halten. Diese säßen bis zu 70 Zentimeter tief im Boden und könnten sich dort über Wochen halten, erklärte die Sprecherin des Landkreises Potsdam Mittelmark, Andrea Metzler. Bei Trockenheit und Wind könnte das Feuer wieder angefacht werden, deshalb würden Brandwachen die Situation weiterhin genau im Auge behalten.

Am Montag hatten noch 230 Feuerwehrleute die Brandgebiete gewässert. Diese sollten auch die Nacht über noch bleiben, sagte Metzler. Heute sollten die Temperaturen wieder steigen. Der Bürgermeister der Stadt Beelitz, Bernhard Knuth, teilte mit, der Brand sei weiterhin unter Kontrolle. "Aktuell sind Feuerwehr, Bundespolizei und Bundeswehr im Einsatz, um die Löscharbeiten über die Nacht hinaus zu sichern."

Am Wochenende hatten im Landkreis Potsdam-Mittelmark zwei große Waldflächen gebrannt, die nur rund 20 Kilometer voneinander entfernt sind. Riesige Rauchschwaden hingen über dem Gebiet. Bei wechselnden Winden breiteten sich die Feuer stark aus. In beiden Waldgebieten brannten jeweils etwa 200 Hektar Wald - jeweils eine Fläche von fast 300 Fußballfeldern.

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Der Kampf gegen die Flammen ist in dem Gebiet besonders schwierig: Weil im Boden eines ehemaligen Spreng- und Übungsplatzes Munition und Kampfmittel liegen, konnten die Feuerwehrleute nicht direkt an den Brand heran. Das Feuer kann im Boden verborgene Munition hochgehen lassen. Hubschrauber der Bundeswehr nahmen deshalb bei Dutzenden Flügen Zehntausende Liter Wasser aus einem nahen Baggersee auf und löschten von oben.

Nachdem am Montagmorgen starker Regen aufgekommen war, konnten die Feuer weitgehend gelöscht werden. Hunderte Anwohner, die vorsorglich in Sicherheit gebracht worden waren, konnten am Vormittag in ihre Häuser zurückkehren. Bei den Löscharbeiten waren bis zu 1400 Rettungskräfte im Einsatz. Bundeswehr und Bundespolizei unterstützten die Arbeiten mit Löschhubschraubern.

Quelle: ntv.de, ysc/dpa

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