Panorama

Erhöhte Radioaktivität gemessen In Tschernobyls Sperrzone brennt der Wald

Von 20 brennenden Hektar Wald geht immer Gefahr aus. Wenn diese 20 Hektar aber ausgerechnet im Sperrgebiet um den Schauplatz des größten Atomunfalls der Geschichte herum brennen, sieht die Situation noch einmal ganz anders aus.

In der Sperrzone rund um das ehemalige ukrainische Atomkraftwerk von Tschernobyl ist ein Waldbrand ausgebrochen. Am Sonntag waren zwei Flugzeuge, ein Hubschrauber und etwa hundert Feuerwehrmänner im Einsatz, um das am Samstag ausgebrochene Feuer zu bekämpfen, wie die ukrainischen Rettungsdienste mitteilten. Demnach ist der Brand unter Kontrolle. In der Luft wurde indes eine Zunahme der Radioaktivität festgestellt.

Die Flammen hatten sich auf mehr als 20 Hektar in dem Waldgebiet um das ehemalige Kraftwerk ausgebreitet. Am Samstag hatten die Behörden noch von "Schwierigkeiten" bei der Feuerbekämpfung wegen der erhöhten Radioaktivität in einigen Gebieten gesprochen. Umliegende Ortschaften seien jedoch nicht gefährdet.

Nach dem Reaktorunglück vor 34 Jahren war im Radius von 30 Kilometern eine Sperrzone rund um das Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks errichtet worden. Kommerzielle Landwirtschaft ist dort noch immer verboten.

Der Reaktorblock 4 des sowjetischen Atomkraftwerks Tschernobyl war am 26. April 1986 bei einem Sicherheitstest explodiert. Der GAU rund hundert Kilometer nördlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew war der schwerste Atomunfall in der Geschichte, die Umgebung des Kraftwerks ist bis heute stark verstrahlt.

Quelle: ntv.de, jve/AFP

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