Panorama

Jedes zweite Mitglied betroffen In diese EU-Regionen sollten Sie nicht reisen

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Vor Reisen nach Mallorca wird bereits seit Anfang September gewarnt.

(Foto: imago images/Eibner)

Die Herbstsaison wird für viele europäische Urlaubsregionen trüb. Aufgrund der Virus-Dynamik stuft das Auswärtige Amt eine Vielzahl an Reisezielen als Corona-Risikogebiet ein. Mittlerweile ist mehr als die Hälfte aller EU-Staaten betroffen.

Die Liste der Corona-Risikogebiete wächst weiter an. Seit Mittwochabend warnt die Bundesregierung vor Reisen in mehr als die Hälfte aller EU-Mitgliedsstaaten - entweder vollständig oder teilweise. Hintergrund ist die mitunter rasante Infektionsdynamik in den entsprechenden Regionen.

Insgesamt werden in der vom Auswärtigen Amt sowie vom Robert-Koch-Institut (RKI) regelmäßig aktualisierten Übersicht 14 von 27 EU-Mitgliedstaaten zumindest teilweise als Risikogebiete ausgewiesen. Neulinge auf der Liste sind unter anderem die Hauptstädte Dublin, Kopenhagen und Lissabon.

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Vor touristischen Reisen in diese EU-Regionen rät die Bundesregierung ab:

Belgien:

  • Hauptstadtregion Brüssel

Bulgarien:

  • Blagoewgrad

Dänemark:

  • Hovedstaden (einschließlich der Hauptstadt Kopenhagen)

Frankreich:

  • Île-de-France
  • Provence-Alpes-Côte-d'Azur
  • Auvergne-Rhône-Alpes
  • Occitanie
  • Nouvelle-Aquitaine
  • Hauts-de-France
  • Centre-Val-de-Loire
  • Normandie
  • Bretagne
  • Corse (Korsika)

Irland:

  • Dublin

Kroatien:

  • Brod-Posavina
  • Dubrovnik-Neretva
  • Lika-Senj
  • Požega-Slawonien
  • Šibenik-Knin
  • Split-Dalmatien
  • Virovitica-Podravina
  • Zadar

Niederlande:

  • Nordholland (Noord-Holland)
  • Südholland (Zuid-Holland)
  • Utrecht

Österreich:

  • Wien
  • Vorarlberg

Portugal:

  • Großraum Lissabon

Rumänien:

  • Bacău
  • Bihor
  • Brăila
  • Brașov
  • București
  • Caras Severin
  • Covasna
  • Iasi
  • Ilfov
  • Neamt
  • Prahova
  • Vâlcea
  • Vaslui

Slowenien:

  • Primorsko-notranjska (Küstenland-Innerkrain)

Spanien:

  • Für Spanien - einschließlich der Kanarischen Inseln - gilt eine komplette Reisewarnung.

Tschechien:

  • Jihočeský (Südböhmen)
  • Jihomoravský (Südmähren)
  • Karlovarský (Karlsbad)
  • Královéhradecký (Königgrätz)
  • Liberecký (Reichenberg)
  • Olomoucký (Olmütz)
  • Pardubický (Pardubitz)
  • Plzeňský (Pilsen)
  • Praha (Prag)
  • Středočeský (Mittelböhmen)
  • Vysočina (Hochland)
  • Zlínský (Zlin)

Ungarn:

  • Hauptstadt Budapest
  • Györ-Moson-Sopron

Zudem gelten diese Nicht-EU-Urlaubsländer als Risikogebiete (Auswahl):

  • Israel
  • Kosovo
  • Madagaskar
  • Malediven
  • Marokko
  • Mexiko
  • Schweiz: Kantone Fribourg (Freiburg), Genf, Vaud (Waadt)
  • Südafrika
  • Türkei
  • USA

Für die jeweilige Bewertung von Regionen verweist das RKI auf seiner Seite auf eine zweistufige Bewertung: Demnach wird von den zuständigen Gremien im Auswärtigen Amt, im Innenministerium und im Bundesgesundheitsministerium überprüft, ob in den betreffenden Regionen die Sieben-Tage-Inzidenz die Obergrenze von 50 Fällen überschreitet. Eine Region gilt also dann potenziell als Risikogebiet, wenn dort 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen registriert werden.

Danach folgt in der Beurteilung ein zweiter Schritt, der eine vom Grenzwert unabhängige Analyse vorsieht. So verweist das RKI darauf, dass auch Staaten und Regionen, die den Grenzwert unterschreiten, für eine Reisewarnung in Betracht kommen, wenn dort "dennoch die Gefahr eines erhöhten Infektionsrisikos vorliegt". Dabei schauen die Experten unter anderem auf Aspekte wie Testkapazitäten und Hygienekonzepte.

Auch wenn eine offizielle Warnung vor "nicht notwendigen, touristischen Reisen" keineswegs einem Verbot gleichkommt, sollen deutsche Urlauber vor Trips in die betroffenen Regionen abgeschreckt werden. Sollten sie die Reisen trotzdem antreten, müssen sie sich 48 Stunden vor oder nach ihrer Rückkehr nach Deutschland einem Covid-19-Test unterziehen und sich in Quarantäne begeben. Diese dürfen sie dann erst nach behördlicher Genehmigung wieder verlassen.

Quelle: ntv.de, cri