Panorama

Innerdeutsche Beschränkungen In neun Ländern gelten Reiseauflagen

127879975.jpg

Reisen im Inland kann im Herbst kompliziert werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der kommenden Woche beginnen in vielen Ländern die Herbstferien. Zuletzt hatten Politiker angesichts der Corona-Pandemie zu Reisen im Inland aufgerufen. Doch inzwischen steigt auch hierzulande die Zahl der Risikogebiete. Wer dort wohnt, hat in Sachen Inlandsurlaub mitunter schlechte Karten.

In neun Bundesländern gelten derzeit mehr oder minder scharfe innerdeutsche Reisebeschränkungen oder Beherbergungsverbote. Das geht aus einer RTL/ntv-Umfrage in den Ministerien der Länder hervor. Demnach gelten derzeit für die Einreise nach Baden-Württemberg, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein Beschränkungen, wenn die Betroffenen aus Landkreisen mit einer erhöhten 7-Tages-Inzidenz kommen.

Doch auch zwischen den Ländern unterscheiden sich die Auflagen. Sie reichen von Quarantäne-Regelungen bis hin zu Beherbergungsverboten. Dabei orientieren sich die Länder zumeist an den Einstufen von Regionen als Risikogebiete durch das Robert-Koch-Institut. Dabei gilt eine Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern.

Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen haben indes keine Auflagen. Obwohl für Reisende nach Bayern laut eines Ministeriumssprechers derzeit "keine Beschränkungen" gelten, könne das bayerische Gesundheitsministerium aber in Zukunft "Landkreise, Gemeinden oder abgegrenzte Gemeindeteile innerhalb Deutschlands" bekannt geben, bei denen "aufgrund infektionsschutzrechtlicher Daten ein erhöhtes Risiko" für eine Corona-Infektion bestehe.

Auch in Hessen gebe es noch keine Beschränkungen. Allerdings werde diese "Frage aktuell auch im Länderkreis diskutiert", sagte ein Sprecher zu ntv. Die hessische Quarantäne-Verordnung sehe zwar ausdrücklich vor, dass Risikogebiete nur im Ausland liegen könnten, jedoch würden sich "in den kommenden Tagen die Chefs der Staatskanzleien mit diesem Thema beschäftigen".

Am morgigen Mittwoch beraten die Chefs der Staatskanzleien der Länder über das Thema. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte unlängst möglichst einheitliche Quarantäne-Regeln aller Bundesländer für Reisende gefordert.

Quelle: ntv.de, jwu