Panorama

Trotz Fallen und Betäubungspfeil Cleverem Bären in Japan gelingt nach Angriff filmreife Flucht

05.06.2026, 11:22 Uhr
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Die Angriffe häufen sich: Laut dem Umweltministerium wurden 2025 in Japan 13 Menschen durch Bären getötet - ein Rekordwert. (Foto: picture alliance / Kyodo)

In der japanischen Stadt Fukushima greift ein Bär vier Menschen an und verschanzt sich in einer Fabrik. Jäger versuchen vergeblich, ihn zu fassen. Stattdessen trinkt das Tier aus einem Wasserhahn, öffnet ein Fenster - und entkommt. Der Bürgermeister ruft die Bewohner auf, wachsam zu sein.

In Japan ist einem besonders cleveren Bären nach einem Angriff auf vier Menschen eine filmreife Flucht vor seinen Häschern gelungen. Wie japanische Medien berichteten, hatte sich das Tier nach dem Vorfall in einer Fabrik in Fukushima verschanzt. Jäger und Einsatzkräfte versuchten mehr als 24 Stunden lang, ihn mit Fallen und Betäubungsgewehren zu stellen - vergeblich. Zwischenzeitlich wurde der Bär dabei beobachtet, wie er einen Wasserhahn bediente und daraus trank. Schließlich öffnete er nachts ein Fenster und entkam.

Dass ihm dies gelungen sei, zeige die besondere Intelligenz des Bären, hieß es in den Berichten weiter. Selbst ein auf ihn abgeschossener Betäubungspfeil verfehlte seine Wirkung. Einsatzkräfte fanden den Pfeil später wieder, das Betäubungsmittel befand sich demnach noch darin. Ob das Gerät versagte oder der Bär den Pfeil rasch abgestreift hatte, blieb unklar.

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Polizisten patrouillieren am 2. Juni in der Stadt Fukushima rund um ein Firmengelände, auf dem sie den Bär vermuten. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Nach seiner erfolgreichen Flucht durchs Fenster blies die Stadt die Jagd auf dem Fabrikgelände ab. Fukushimas Bürgermeister Yuki Baba rief die Bevölkerung zu Wachsamkeit auf.

Laut dem Umweltministerium wurden 2025 landesweit 13 Menschen durch Bären getötet - ein Rekordwert. Dass es seit Jahren vermehrt zu gefährlichen Begegnungen zwischen Bären und Menschen kommt, wird unter anderem mit der Aufgabe von Ackerflächen und der Entvölkerung ländlicher Gebiete im Zuge der Überalterung und des Bevölkerungsrückgangs begründet. Als weiterer Grund gilt, dass die Tiere nicht genug Nahrung in den Bergwäldern finden.

Quelle: ntv.de, are/dpa

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