Panorama

"Sehr gut. Mjam" Johnson trinkt Fukushima-Pfirsichsaft

Nach der Atomkatastrophe von Fukushima gibt es Bedenken an der Sicherheit von Lebensmitteln aus der Region. Die japanische Regierung will diese zerstreuen - und der britische Außenminister Johnson hilft tatkräftig mit.

Knapp sieben Jahre nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima wirbt die Regierung des Landes für die Unbedenklichkeit von Produkten aus der Region. Nun hat sie den britischen Außenminister Boris Johnson als Werbefigur entdeckt: Während einer britisch-japanischen Sicherheitskonferenz in London in dieser Woche trank Johnson eine Dose mit Pfirsichsaft aus Fukushima aus.

Die Szene ist auf einem kurzen Videoclip auf dem Twitter-Account des japanischen Außenministers Taro Kono zu sehen. "Sehr gut, Fukushima-Pfirsiche, mjam" sagt Johnson in dem Video, während er die Dose leert.

Johnson zeige damit, dass es sicher sei, Produkte aus Fukushima zu konsumieren, heißt es in dem Text des Tweets. Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima im März 2011 gab es vor allem in Europa Bedenken an der Sicherheit von Lebensmitteln aus der Region, aber auch aus Japan insgesamt.

Johnson, der für seine diplomatischen Fehltritte bekannt ist, dürfte damit in Tokio punkten. Als er vor zwei Jahren, damals noch als Londons Bürgermeister, in Japan zu Besuch war, hatte er einen weniger rühmlichen Auftritt: Bei einem Rugby-Spiel mit Kindern rempelte er einen zehnjährigen Jungen um.

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Quelle: n-tv.de, mli/dpa

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