Panorama

Lockerungen bleiben trotzdem Johnson warnt Briten vor dritter Welle

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Die Pubs sind in Großbritannien schon offen, bis 21. Juni sollen alle Kontaktbeschränkungen fallen.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Offene Restaurants und eine hohe Impfquote: So manch einer blickt derzeit neiderfüllt nach Großbritannien. Doch auch dort rechnet Premier Johnson mit einer dritten Welle. Bei künftigen Ausbrüchen will er auf bestimmte Tabletten setzen.

Trotz niedriger Fallzahlen befürchtet der britische Premierminister Boris Johnson in diesem Jahr eine dritte Welle an Coronavirus-Infektionen in seinem Land. Das sei die feste Ansicht der meisten Wissenschaftler, sagte der konservative Politiker bei einer Pressekonferenz im Regierungssitz Downing Street. Derzeit weise aber nichts darauf hin, dass der bislang vorgesehene Fahrplan zur Lockerung von Maßnahmen nicht wie geplant fortgesetzt werden könne, so Johnson.

Bis zum 21. Juni sollen in England schrittweise alle Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden. Um künftige Ausbrüche besser einzudämmen, soll zudem der Einsatz verschiedener Medikamente bei positiv Getesteten geprüft werden, fuhr Johnson fort. "Das bedeutet zum Beispiel, wenn sie positiv getestet werden mit dem Virus, könnte es eine Tablette geben, die sie zu Hause einnehmen und die das Virus im Keim erstickt (...)", so der Premier. Unter anderem nannte er Mittel wie Dexamethason und Remdesivir, die teilweise bereits bei Covid-19-Patienten zum Einsatz kamen.

In Großbritannien sind die Infektionszahlen in den vergangenen Monaten stark zurückgegangen. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde zuletzt mit 26 angegeben. Die Zahl der Neuinfektionen lag am Dienstag bei etwa 2500. Gleichzeitig wurden 33 neue Todesfälle gemeldet. Mehr als 33 Millionen Menschen, knapp die Hälfte der Gesamtbevölkerung, wurde bereits mit einer ersten Dosis geimpft. Über zehn Millionen Menschen erhielten bereits beide Impfungen.

Quelle: ntv.de, ses/dpa

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