Panorama

Angriff auf der Autobahn Jungbulle attackiert Polizisten

Gefahr auf der A2 zwischen Magdeburg und Hannover: Ein Kalb verirrt sich auf die Autobahn. Die Polizei rückt mit Helfern an, muss aber der Wut des in Panik geratenen Jungtiers zunächst weichen.

Ein ausgebüxter Jungbulle hat in Sachsen-Anhalt einen Polizisten leicht verletzt und mehrere Autos attackiert. Das Tier sei auf der A2 westlich von Magdeburg herumgelaufen, berichtete ein Polizeisprecher. Da das verwirrte Rind Gefahr lief, in den fließenden Verkehr zu geraten und andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden, mussten die Beamten zu einem ungewöhnlichen Viehtreibereinsatz ausrücken.

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Verirrt auf der Autobahn: Das blaue Ausfahrtsschild lockt vergebens.

(Foto: dpa)

Mitten im Wochenendverkehr am Samstagnachmittag versuchte die Polizei im Bereich Bornstedt (Sachsen-Anhalt) mit eigens dazu gerufenen Helfern, das entlaufene Bullenkalb einzufangen. Bei der Aktion sei das junge Tier jedoch in Panik geraten, teilte der Polizeisprecher mit. Zwischenzeitlich musste die Autobahn in Fahrtrichtung Hannover gesperrt werden.

Widerstand gegen die Staatsgewalt

Das Rind habe in seiner Angst mehrere Autos und einen der Polizisten angerempelt, hieß es. Ein weiterer Beamter zog sich Blessuren zu, als er über die Leitplanke sprang, um einer Attacke auszuweichen. Schließlich gelang es den Polizisten mit vereinten Kräften aber doch, das auf der Bundesautobahn freilaufende Herdentier einzufangen.

Fachkräfte konnten das Kalb fixieren und beruhigen, bis es per Viehtransporter zurück zu seinen Artgenossen in einer nahen Agrargenossenschaft gebracht werden konnte. Geklärt werden muss noch, wie genau der Jungbulle bis auf die Autobahn gelangen konnte.

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Geschafft: Das Tier ist gefangen, der Transporter kann kommen.

(Foto: dpa)

Quelle: ntv.de, mmo/dpa