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Vielerorts Notstand ausgerufenKanadas Feuerwehr kämpft auf mehr als 100 Quadratkilometern gegen Brände

09.08.2026, 22:04 Uhr
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Unterstützung erhalten die Einsatzkräfte auch aus dem Ausland, unter anderem aus Mexiko, Australien und Neuseeland. (Foto: picture alliance / Xinhua News Agency)

Der Waldbrand in British Columbia breitet sich weiter aus. Tausende Menschen müssen ihr Zuhause verlassen, viele Häuser sind bereits zerstört. Die Löscharbeiten werden durch heißes Wetter erschwert. Die kanadische Regierung sagt Hilfe zu.

Der schwere Waldbrand in der kanadischen Provinz British Columbia ist noch immer nicht unter Kontrolle. Allerdings breitete es sich nicht mehr so rasant aus. Das Feuer erstreckte sich derzeit auf mehr als 100 Quadratkilometern. Mehr als 20.000 Menschen waren zuvor wegen der Flammen zur Flucht gezwungen worden.

Dass sich das Feuer zuletzt langsamer ausbreitete, liegt Berichten zufolge auch daran, dass ein großer Teil der Feuerfront inzwischen einen See, den Okanagan Lake, erreicht hat. Einsatzkräfte versuchten, Häuser am Rand der rund 12.000 Einwohner zählenden Gemeinde Summerland zu schützen. Evakuierungsanordnungen blieben bestehen. Rund 10.000 Grundstücke in Summerland, Peachland und umliegenden Gebieten waren davon betroffen.

Das Feuer hatte auf seinem Weg zum See Häuser und andere Gebäude zerstört. Die Provinzregierung spricht von erheblichen Schäden, deren Ausmaß bislang aber nicht abschließend erfasst wurden. Mehr als 50 Menschen, die von den Flammen eingeschlossen worden waren, wurden nach Angaben der Behörden mit Hilfe von Hubschraubern gerettet. Die Polizei prüft zudem einen Bericht über einen möglichen Todesfall. Dieser war zunächst nicht bestätigt. Die Ursache des Feuers wird untersucht.

Inzwischen sagte auch die kanadische Bundesregierung konkrete Hilfe zu. Ein Hilfsgesuch British Columbias sei genehmigt worden, teilte die zuständige Ministerin Eleanor Olszewski in den sozialen Medien mit. Der Bund werde unter anderem bei der Unterbringung von Menschen helfen, die wegen der Waldbrände ihre Häuser verlassen mussten.

Die Löscharbeiten werden weiterhin durch heißes und trockenes Wetter sowie dichten Rauch erschwert. Unterstützung erhalten die Einsatzkräfte auch aus dem Ausland, unter anderem aus Mexiko, Australien und Neuseeland. British Columbia hatte wegen der zahlreichen Waldbrände in der Provinz den Notstand ausgerufen.

In British Columbia wurden Medienberichten zufolge zuletzt mehr als 100 Waldbrände registriert, fast die Hälfte davon war außer Kontrolle. Auch andere kanadische Provinzen wie Ontario und Quebec hatten in diesem Jahr bereits mit größeren Waldbränden zu kämpfen.

Quelle: ntv.de, bho/dpa