Panorama

Angst vor Aids-Erkrankung Kind tritt auf Spielplatz in HIV-Spritze

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Spritzen werden auf Spielplätzen zu einer großen Gefahr.

(Foto: picture alliance / Felix Zahn/dp)

Auf einer Spielfläche in Berlin-Kreuzberg tritt ein fünfjähriger Junge in eine Spritze. Seine Mutter bringt in sofort ins Krankenhaus und erfährt: Die Spritze enthält HI-Viren. Klarheit über eine mögliche Ansteckung gibt es noch nicht.

Eine Mutter bringt ihren Sohn in Berlin unter Schock ins Krankenhaus: Der Junge war zuvor beim Spielen in eine offene Spritze getreten. Nach Recherchen der "Berliner Zeitung" soll die Mutter nur wenige Meter von ihrem Sohn entfernt gewesen sein, als es zu dem Vorfall kam. Als er die Schuhe auszieht, bemerkt der Fünfjährige, dass sich die Nadel in seinen großen Zeh gebohrt hat. Er blutet.

Im Krankenhaus ereilt die beiden dann eine schlimme Nachricht: In der Nadel befinden sich HI-Viren, die bei einer Ansteckung möglicherweise die Krankheit Aids auslösen können. Mehrere Stunden untersuchen die Ärzte nach Angaben der "BZ" das Kind. Aber erst in sechs Wochen können die Mediziner testen, ob sich der Fünfjährige mit dem HI-Virus angesteckt hat.

Ein Sprecher der Aids-Hilfe sagte, dass die Ansteckungsgefahr allerdings gering sei, weil HI-Viren außerhalb des Körpers nicht lange überlebensfähig seien. Nach Angaben der Zeitung soll sich der Vorfall in der Grünanlage an der Stallschreiberstraße zugetragen haben. Die Wohnungsbaugesellschaft, die den betroffenen Spielbereich betreut, will sich mit der Polizei und dem Bezirk um Sicherheitsmaßnahmen kümmern.

Immer wieder kommt es in Städten zu bedrohlichen Situationen wie diesen. Drogenabhängige lassen teilweise benutzte und verunreinigte Spritzen offen auf Spielanlagen liegen. Wenn die Spritzen im Sand liegen, können sie Kinder und Erwachsene oftmals nicht bemerken und greifen oder treten hinein.

Quelle: n-tv.de, sgu

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