Panorama

360 Kilogramm in Koffern Koks-Schmuggel auf Kreuzfahrtschiff platzt

Kokain liegt auf einer Oberfläche. Foto: Christian Charisius/Archiv

Ein riesiger Kokain-Deal ist in einem brasilianischen Hafen geplatzt. Kriminelle wollten rund 360 Kilogramm mithilfe eines Kreuzfahrtschiffes schmuggeln.

(Foto: Christian Charisius/dpa)

Im Hafen von Santos in Brasilien stoppt die Polizei gerade noch rechtzeitig Kriminelle, die mehrere hundert Kilogramm Kokain an Bord eines Kreuzfahrtschiffes schmuggeln wollen. Bis zu 19 Kilogramm hat jeder in seinem Koffer. Doch der Plan scheitert.

Die brasilianische Polizei hat einen Drogendeal verhindert, indem sie mehr als ein Dutzend Verdächtige vor einer geplanten Schiffsreise festnahm. Insgesamt wollte die kriminelle Gruppe rund 360 Kilogramm Kokain an Bord schmuggeln, wie die brasilianische Zeitung "O Estado de Sao Paulo" berichtet.

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Die acht Männer und Frauen stammen aus Brasilien, Belgien und Frankreich und waren nach Angaben des Kreuzfahrt-Onlineportals "Cruise Law News" kurz davor, die Drogenladung an Bord eines Kreuzfahrtschiffes der Reederei "Costa" zu bringen. Es sollte auf seiner Reise von Santos nach Europa auch mehrere brasilianische Hafenstädte anfahren. Nach Angaben des Portals soll es sich bei dem Schiff um die "Costa Favolosa" handeln.

Doch die Kriminellen rechneten im Hafen von Santos nahe Sao Paulo nicht damit, dass ihr Gepäck durchleuchtet und eingehend elektronisch kontrolliert wird. Der ausgetüftelte Plan, die Drogenkoffer in den jeweiligen Häfen abzuliefern, scheiterte, bevor die Schiffsreise überhaupt begonnen hatte. Die Drogenkuriere wurden vor Ort festgenommen. Anschließend konnten die restlichen Passagiere wie geplant zu ihrer Kreuzfahrt aufbrechen. Am 15. April soll die Reise in Italien im Hafen von Savona enden.

Jeder einzelne Koffer war mit 16 bis 19 Kilogramm Kokain gefüllt. Zudem hatte jeder Schmuggler 1000 Dollar in bar dabei. Die Behörden sprechen von einer offensichtlich koordinierten Aktion der 16 Verdächtigen. Der Hafen von Santos ist der größte in ganz Lateinamerika. Die Behörden machen regelmäßig größere Drogenfunde, weil der Ort als Umschlagsplatz dient.

Quelle: n-tv.de, sgu

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