Panorama
Gesundheitsminister Ilunga Kalenga spricht von einer "öffentlichen Gesundheitskrise von internationaler Bedeutung".
Gesundheitsminister Ilunga Kalenga spricht von einer "öffentlichen Gesundheitskrise von internationaler Bedeutung".(Foto: picture alliance / Ahmed Jallanz)
Freitag, 11. Mai 2018

Epidemie in Zentralafrika: Kongo meldet neuen Ebola-Toten

Seit Wochen leiden in der Demokratischen Republik Kongo mehrere Menschen an hämorrhagischem Fieber. Nun stirbt ein Patient und die Regierung bestätigt: Es handelt sich um das Ebola-Virus. Die WHO spricht von wesentlich mehr Toten.

Im Kongo ist bei einem neuen Ausbruch von Ebola ein Mensch gestorben. Elf weitere Personen seien mit dem Virus infiziert, darunter drei Mediziner, teilte Gesundheitsminister Oly Ilunga Kalenga mit. "Diese Situation bereitet uns Sorgen und erfordert eine unmittelbare und energische Antwort."

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation starben mindestens 17 Menschen, seitdem die Bewohner eines Dorfes im Nordwesten des Landes im Dezember erstmals Symptome der Ebola-Erkrankung zeigten. Allerdings ist nicht bestätigt, ob sie durch das Virus ums Leben kamen.

Die meisten Fälle traten in der Region um die Ortschaften Ikoko Impenge auf, nahe des Kongo-Flusses, der die Demokratische Republik Kongo von der kleineren Republik Kongo trennt und zudem eine wichtige Handelsstraße ist. Das schürt Sorgen, dass die Erkrankung in das Nachbarland geraten könnte. Die jüngste Ebola-Epidemie sei eine "öffentliche Gesundheitskrise von internationaler Bedeutung", erklärte Ilunga Kalenga.

Das Ebola-Virus ist ein hämorrhagisches - mit Blutungen einhergehendes – Fieber und gehört zu den tödlichsten Krankheitserregern der Welt. Seit den 1970er Jahren gab es neun Ausbrüche im Kongo. Die Erfahrung des Landes mit der Krankheit und die dünne Besiedlung trugen dazu bei, dass Ausbrüche in der Vergangenheit vergleichsweise gut isoliert werden konnten und damit klein blieben. Bei der global bislang größten Ebola-Epidemie starben in den westafrikanischen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone 2014 und 2015 mehr als 11.000 Menschen, mehr als 28.000 infizierten sich.

Quelle: n-tv.de