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Tausende Gratis-Zigaretten Krebskranker Ex-Tabakmanager will klagen

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Ein Tabakmanger bekam jahrelang tausende Zigaretten geschenkt.

(Foto: imago/Karina Hessland)

Ein Manager der Tabakindustrie bekommt in den 1980er-Jahren monatlich mehr als tausend Zigaretten von seinem Unternehmen geschenkt. Heute ist er an Lungenkrebs erkrankt - und macht seinen ehemaligen Arbeitgeber dafür verantwortlich. Simon Neale will deshalb vor Gericht ziehen.

Ein 57-jähriger ehemaliger Tabakmanager aus Großbritannien, der an Lungenkrebs leidet, will seine frühere Firma verklagen. Über den Fall berichtet unter anderem die britische Zeitung "Daily Mail". Simon Neale arbeitete mehrere Jahre für den Tabakkonzern British American Tabacco. In den 1980er-Jahren bekam er als Arbeitnehmer deshalb monatlich mehr als 1000 Zigaretten geschenkt. Neale rauchte und nahm die Gratis-Zigaretten immer wieder an. Durch seinen starken Konsum wurde er abhängig. Das blieb nicht ohne Folgen: Denn im vergangen Jahr wurde bei dem Mann ein nicht operabler Lungenkrebs diagnostiziert.

Für Neale ist klar, dass sein ehemaliges Unternehmen eine Verantwortung trägt. Er arbeitete von 1982 bis 1986 für das Unternehmen Rothmans, das Teil des British America Tabacco-Konzerns war. "Als ich bei Rothmans anfing, war ich ein Gelegenheitsraucher und dann wurde ich zum starken Raucher, weil sie mir immer wieder so viele Zigaretten gaben", erklärt er. 

Eine Charity-Gesundheitsorganisation, die sich für die Belange von Neale einsetzt, ist sich sicher: "Er ist nicht der einzige. Viele tausend Menschen bekamen diese Gratis-Zigaretten." Die Oraganisation sucht derweil nach weiteren Personen, die unter den Folgen des Konsums leiden. Der weltgrößte Tabakkonzern soll ihrer Meinung nach gerichtlich zur Verantwortung gezogen werden. Nach Angaben des Konzerns habe das Unternehmen allerdings die Mitarbeiter vor möglichen Gesundheitsschäden gewarnt.

Quelle: n-tv.de, sgu

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