"Mein Schiff 1"-Gäste in SeenotKreuzfahrt-Passagiere kentern bei Ausflug in Karibik

Für Dutzende Gäste des deutschen Kreuzfahrtschiffes "Mein Schiff 1" nimmt ein Halt in der Dominikanischen Republik eine gefährliche Wendung. Bei einem Ausflug mit einem Katamaran schlägt das kleine Boot leck und sinkt. Der Kapitän setzt ein Notsignal ab - und die Marine startet eine Rettungsaktion.
In der Karibik sind 55 Kreuzfahrt-Passagiere in Seenot geraten. Die Touristen befanden sich auf einer Reise mit dem deutschen Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 1", das derzeit durch Mittelamerika fährt. Während eines Halts in der Dominikanischen Republik unternahmen mehrere Dutzend der Passagiere einen Ausflug mit einem Katamaran. Bei der Fahrt kam es schließlich zum Unglück: Das rund zwölf Meter lange Segelboot schlug in der Bucht von Samaná leck und sank, wie lokale Medien berichten.
Bilder in den sozialen Medien zeigen, wie Touristen mit Rettungswesten auf dem Wasser treiben. RTL-Informationen zufolge waren unter ihnen auch Kinder und ältere Menschen. Durch das schnelle Eingreifen von Helfern und der Marine konnte jedoch Schlimmeres verhindert werden: Keiner der 55 Passagiere wurde verletzt, heißt es in lokalen Medien.
Demnach setzten die dominikanischen Besatzungsmitglieder ein Notsignal ab, als sie die Schäden am Rumpf und das einströmende Wasser bemerkten. Die Marine aktivierte daraufhin ihr Notfallprotokoll und half bei der Koordination der Rettungsaktion. Helfer der Zivilschutzbehörde zogen die gekenterten Menschen aus dem Wasser, an Land wurden sie vorsorglich medizinisch versorgt. Der Katamaran "Boca de Yuma" ging vollständig unter.
Die Reederei Tui Cruises, zu der "Mein Schiff 1" gehört, bestätigte den Vorfall auf Nachfrage der "Bild"-Zeitung. Es habe sich um einen externen Anbieter gehandelt, der die Katamaran-Fahrt während eines Landausflugsprogramms anbot. RTL-Informationen zufolge wurde der Ausflug von "Mein Schiff" organisiert. Ein Angehöriger von Betroffenen wirft der Besatzung zudem vor, sich nicht ausreichend um die betroffenen Passagiere gekümmert zu haben.
Auch sei das kleine Boot in Sichtweite des Kreuzfahrtschiffes gesunken, letzteres habe jedoch keine Hilfe geleistet. RTL hat Tui Cruises um eine Stellungnahme gebeten. Zur "Bild"-Zeitung sagte die Sprecherin der Reederei: "Die Sicherheit und das Wohl unserer Gäste haben für uns oberste Priorität. Sollte eine individuelle Betreuung notwendig sein, wird diese selbstverständlich sichergestellt."
"Mein Schiff 1" hat seine Reise mit seinem nächsten Ziel in Jamaika mittlerweile fortgesetzt.