Panorama

Rettung dauert ganze Nacht Kreuzfahrtschiff in Seenot geraten

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Die "Viking Sky" vor der norwegischen Küste.

(Foto: picture alliance/dpa)

In den gefährlichen Hustadvika-Gewässern ist es schon häufig zu Schiffsunfällen gekommen. Bei widrigen Wetterbedingungen setzt erneut ein Kreuzfahrtschiff einen Notruf ab. Doch die Rettung der rund 1300 Menschen an Bord gestaltet sich schwierig.

Ein Kreuzfahrtschiff mit rund 1300 Menschen an Bord ist während eines Sturms vor der norwegischen Küste in Seenot geraten. Das Schiff habe Motorprobleme und müsse deshalb evakuiert werden, teilte die Polizei der norwegischen Provinz Møre og Romsdal mit. Bis 21 Uhr seien 136 Passagiere an Land gebracht worden, hieß es im Anschluss.

Die Wetterbedingungen seien sehr schwierig, weshalb immer nur sehr wenige Menschen mit den Hubschraubern vom Schiff geholt werden könnten. Der Einsatz werde die ganze Nacht fortgesetzt, sagte Fjeld. Die Menschen an Bord der "Viking Sky" befänden sich in Sicherheit. Für die bereits an Land geholten Passagiere werde in den nahe liegenden Städten Molde und Kristiansund nach Schlafmöglichkeiten gesucht. Von Schwerverletzten war nicht die Rede. Vermisst wurde niemand.

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Der südnorwegische Rettungsdienst erklärte, das Schiff habe wegen Antriebsproblemen bei widrigen Wetterbedingungen einen Notruf abgesetzt und treibe in Richtung Küste. Später sprach der Dienst von acht Leichtverletzten. Nach seinen Angaben kommen die Passagiere aus 16 verschiedenen Ländern, viele von ihnen aus Großbritannien und den USA.

Antriebsproblemen bei widrigen Wetterbedingungen

Es wurde davon ausgegangen, dass einer der beiden Motoren des Schiffs ausgefallen ist. Während mehrere Hubschrauber und Schiffe zur Evakuierung eingesetzt wurden, wurde zugleich versucht, den Motor wieder in Gang zu bringen. Beteiligt waren verschiedene Behörden und Organisationen, darunter das Rote Kreuz. Das Kreuzfahrtschiff lag vor Anker, Schlepper sollten es später in ruhigeres Gewässer bringen.

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In Seenot geratenes Frachtschiff "Hagland Captain".

(Foto: dpa)

Im selben norwegischen Küstengebiet ist jetzt einer der Hilfs- Frachter ebenfalls in Seenot geraten. Bei dem Frachtschiff "Hagland Captain" sei auch der Motor ausgefallen, woraufhin es Schlagseite bekommen habe, teilte der südnorwegische Rettungsdienst mit. Das norwegische Fernsehen berichtete, der Frachter habe sich auf dem Weg zum Kreuzfahrtschiff "Viking Sky" befunden, um bei dem dort laufenden Rettungseinsatz zu helfen.

Hustadvika gilt als gefährliches Seegebiet

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Nach Angaben des Rettungsdienstes wurden zwei Rettungshubschrauber umgeleitet, die sich auf dem Weg zur "Viking Sky" befunden hatten. Die Evakuierung des Kreuzfahrtschiffes verzögere sich dadurch. Die Menschen an Bord seien aber sicher. Die Polizei teilte mit, die neun Besatzungsmitglieder der "Hagland Captain" sollten von Bord geholt werden.

Der Küstenabschnitt Hustadvika liegt bei Kristiansund an der zentralen Westküste Norwegens und gilt als gefährliches Seegebiet. Dort ist es in der Vergangenheit schon häufiger zu Schiffsunfällen gekommen. Die "Viking Sky" wurde 2017 getauft. Sie ist unter norwegischer Flagge unterwegs.

Quelle: n-tv.de, lou/jki/dpa/AFP