Panorama

Schwarzer Freitag für Carnival Kreuzfahrtschiffe kollidieren in Karibik

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Einer dreht, einer steht - und schon war es zu spät. Zum Glück wurde niemand ernsthaft verletzt.

(Foto: Matthew Bruin via REUTERS)

Im Hafen der Karibikinsel Cozumel treffen zwei Schiffe der Reederei Carnival aufeinander. So weit, so gewöhnlich. Doch bei einem Manöver passiert es dann: Die Schiffe krachen zusammen. Doch es war nicht die einzige unerfreuliche Nachricht für das Unternehmen.

Vor einer mexikanischen Insel sind zwei Kreuzfahrtschiffe kollidiert. Dabei wurden sechs Menschen verletzt. Die "Carnival Glory" sei beim Anlegen im Hafen der Karibikinsel Cozumel gegen die dort bereits vor Anker gegangene "Carnival Legend" gestoßen, teilte die Betreibergesellschaft beider Schiffe, Carnival, mit. Das Unglück geschah, als sich die "Glory" im Hafen drehte. Dies ist auf Videos zu sehen, die im Internet verbreitet wurden. Nach dem lauten Aufprall schrammt die "Glory" am anderen Kreuzfahrtschiff entlang und wird dadurch beschädigt. Im Heck der "Glory" gingen unter anderem Fenster zu Bruch. Das Schiff fährt regelmäßig von der US-Stadt New Orleans durch die westliche Karibik.

Der Kreuzfahrtanbieter Carnival teilte mit, der Schaden an den Schiffen werde noch untersucht. Beide seien aber nach wie vor seetüchtig. "Wir haben den Gästen beider Schiffe geraten, ihren Tag an Land in Cozumel zu genießen", erklärte das Unternehmen. Zunächst hatte es geheißen, eine Person sei bei der Evakuierung eines Speisesaals leicht verletzt worden. Später allerdings meldete die Reederei, dass das medizinische Personal auf der "Carnival Glory" sechs Gäste mit "kleineren Verletzungen" behandelt haben.

Laut Carnival wiegt die "Glory" 110.000 Tonnen und bietet Platz für 2980 Gäste und 1150 Crewmitglieder. Die "Legend" ist mit 88.500 Tonnen etwas leichter. Sie kann gut 2100 Gäste und 930 Besatzungsmitglieder aufnehmen. Die beiden Schiffe sind jeweils gut 290 Meter lang.

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Unterdessen hat die Reederei die Indienststellung der "Mardi Gras" verschoben. Zur Begründung für die verzögerte Auslieferung teilte die Reederei mit, dass man sicherstellen wolle, dass alle Schiffssysteme einwandfrei arbeiten.

Ursprünglich hatte sie Ende Oktober kommenden Jahres in See stechen sollen. Nun wird sie erst im November erstmals Passagiere an Bord nehmen. Dies habe die Meyer-Werft im finnische Turku dem Unternehmen mitgeteilt. Deswegen seien die ersten acht Kreuzfahrten gestrichen, darunter eine Atlantiküberquerung. Betroffene Urlauber könnten umbuchen und erhielten für eine neue Reise einen Rabatt.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP